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Delitzsch Abwasserverband Delitzsch modernisiert sein Klärwerk
Region Delitzsch Abwasserverband Delitzsch modernisiert sein Klärwerk
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14:12 19.05.2015

ereinigten Abwassers.

Niedrige Ablaufwerte bedeuten eine geringere Abwasserabgabe, die der Verband entrichten muss. "Im Prinzip geht es darum, die Ablaufwerte bei jeder Jahreszeit und witterungsunabhängig konstant gering zu halten", erklärt Produktionsleiter Ingo Klaus. Derzeit wird mit den vom AZVD gegenüber der Wasserbehörde erklärten Ablaufwerten jährlich eine Abgabe in Höhe von rund 100 000 Euro fällig. Hier sah der Verband Handlungsbedarf, denn mit geringeren Ablaufwerten als im Wasserrecht gefordert, könne eine um 35 000 bis 50 000 Euro geringere Abgabe erzielt werden. "Hat man sich gegenüber der Behörde aber einmal geringer erklärt, darf man die Werte nicht überschreiten, sonst wird eine Strafe fällig", ergänzt Andreas Brauer, Technischer Leiter des AZVD. Deshalb will der Verband in den nächsten Jahren die technischen Voraussetzungen schaffen, um konstant geringe Ablaufwerte zu sichern.

2014 begann die Umstellung auf das neue PLS. Dieses System ist in der Lage, alle für das Klärwerk und dessen Betrieb relevanten Daten zu erfassen und auszuwerten. Damit wird die Steuerung optimiert. Zudem kann die Anlage über das PLS ferngesteuert und somit der Einschichtbetrieb weiterhin gewährleistet werden. "Außerhalb der Dienstzeit kann der Bereitschaftsdienst die Anlage am Laptop von zu Hause aus bedienen und schnell reagieren, wenn ein Eingreifen in den Prozess erforderlich wird", erläutert Ingo Klaus. Das neue PLS ermögliche aber auch, den Energiebedarf jedes einzelnen Aggregats zu erfassen und so Reserven aufzuspüren. "Das Zwischenhebewerk der Kläranlage läuft schon mit dem neuen System. Außerdem wurde 2014 die Technologie der Kläranlage komplett umgestellt", so Klaus weiter.

Dauerhafte Effekte können mit dem neuen PLS aber nur erzielt werden, wenn alle Anlagenteile in dieses System integriert sind. Aus Kostengründen könne dies jedoch nur schrittweise erfolgen, erklärt der Technische Leiter. Denn nach 20 Jahren Betrieb der Kläranlage seien viele Anlagenteile abgeschrieben und verschlissen.

Zur Erinnerung: 1991 wurde das Klärwerk mit einer mechanischen Reinigungsstufe und DDR-Technik in Betrieb genommen. 1994 kam eine biologische Reinigungsstufe hinzu, die dem damaligen Stand der Technik entsprach. "Doch damals spielte bei den verwendeten Aggregaten das Thema Stromeinsparung noch nicht diese Rolle. Primär ging es um Abwasserwerte, den Abbau von Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor. Aus heutiger Sicht waren diese Pumpen und Gebläse richtige Stromfresser", schätzt Brauer ein.

2014 begann der AZVD mit der Umsetzung seines Energieoptimierungskonzeptes, das nun schrittweise bis 2018 realisiert werden soll. Dieser Tage wird zum Beispiel ein neues stromsparendes Gebläse für die Belebungsbecken in Betrieb gehen. Als Investition für 2015 ist des Weiteren die Sanierung der Zulaufrohrleitungen zur biologischen Reinigungsstufe, die unterhalb der Becken im Grundwasser verlaufen, geplant. Und wie berichtet, will der AZVD ein ehemaliges Klärbecken zu einem Mischwasserspeicher umfunktionieren, um damit das Kanalnetz der Stadt bei starken Niederschlägen zu entlasten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.02.2015
Steingen, Thomas

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