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Delitzsch Ackern für die Hohenrodaer Mühle
Region Delitzsch Ackern für die Hohenrodaer Mühle
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16:00 07.04.2017
Gisela Bamberg, Barbara Franke und Karin Maser kümmern sich um die Grünanlagen rund um die Mühle. Quelle: Christine Jacob
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HOHENRODA

Ein typischer Apriltag. Wenn das Grau am Himmel mal aufreißt, blitzt sonnenklares Blau, dann sieht es wieder nach Regen aus, kühl ist es. Egal, wenn man sich richtig in die Arbeit kniet. Streichen, wischen, Unkraut jäten, Fenster putzen, Gardinen waschen, Holz für den Backofen aufstapeln, Müll wegschaffen, dies, das, jenes. Das Mühlengelände in Hohenroda ist bereit für die Saison.

Neue Flügel, frischer Wind

Die wurde zwar schon am vergangenen Wochenende offiziell eröffnet, doch dem Hohenrodaer Wahrzeichen fehlte noch ein bisschen Schliff. „Mitglieder haben die Mühle innen schon sauber gemacht, jetzt geht es ans Außengelände“, so Gisela Bamberg vom Kultur- und Heimatverein. Mit einem knappen Dutzend Gleichgesinnter hat sie diese Woche gewischt und gewienert, gezupft und gestrichen. Dabei, schildert die Rentnerin, die zudem Ortsvorsteherin des Schönwölkauer Ortsteils ist, dass das Wahrzeichen jede Unterstützung brauchen könne. Kürzlich hat der Gemeinderat – mehrheitlich und mit Stimmenenthaltungen – beschlossen, dass die Mühle neue Flügel bekommt. Bei einem Unwetter im vergangenen Sommer war die bis dahin windgängige Mühle ramponiert worden. Ein komplett neues Jalousieflügelkreuz wird nun die verschlissenen Flügel ersetzen. Rund 38 000 Euro kostet das, mehr als die Hälfte kommt aus Fördermitteln und für den Rest wollen Gemeinde und Verein Sponsoren suchen. Dennoch: Die Kosten werden im Gemeinderat wieder und wieder kritisiert. „Wir wollen als Verein klar zeigen, dass wir uns selbst für den Erhalt einsetzen und die Gemeinde unterstützen“, stellt Gisela Bamberg klar. Es gibt daher regelmäßig Arbeitseinsätze und Pflegemaßnahmen. Das Gelände sei, entgegen so mancher Kritik einzelner Politiker, nicht allein für den Verein und als privates Vergnügen der Mitglieder da. Mitnichten. Im Mai startet der Verein Mühlenregion Nordsachsen in Hohenroda wieder mit diversen Projekttagen, bei denen Kindern der Weg vom Korn zum Brot vermittelt wird. Die Gemeinschaftseinrichtung auf dem Gelände kann für Feiern gemietet werden. Die erste Hochzeit im Trauzimmer der Mühle fand bereits statt, am Gründonnerstag geben sich drei Paare das Ja-Wort.

Erhalt eines Kulturguts

„Es muss immer was gemacht werden, sonst kann man es vergessen“, sagt auch Marion Wiesner vom Verein. Wenn die Mühle und das Gelände nicht regelmäßig gepflegt würden, ginge der Gemeinde ein Wahrzeichen und Kulturgut verloren. So sei es eine mehr als gute Nachricht, dass bald die Sanierung und damit frischer Wind kommt.

Von Christine Jacob

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