Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Adventsmarkt in Delitzsch: Werbegemeinschaft zieht sich als Mitveranstalter zurück
Region Delitzsch Adventsmarkt in Delitzsch: Werbegemeinschaft zieht sich als Mitveranstalter zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 25.09.2017
Der Delitzscher Adventsmarkt lockt Tausende Besucher (Archivbild). Quelle: Alexander Prautzsch
Anzeige
Delitzsch

Jahrelang machten Delitzscher Werbegemeinschaft und Stadt gemeinsame Sache für den Adventsmarkt. Nun ist plötzlich Schluss damit. Die Stadtverwaltung tritt ab sofort als alleiniger Veranstalter des Budenzaubers auf – und bekommt das Geld.

Werbegemeinschaft kein Veranstalter mehr

Es sind vor allem finanzielle Hintergründe, die zu dem Schritt geführt haben, die Werbegemeinschaft als Veranstalter zu tilgen. Die Hauptorganisation des Marktes mit vielen Programmpunkten und Kultur lag in den vergangenen Jahren im Rathaus, genauer der Wirtschaftsförderung. Das Team akquirierte die Aussteller für den Adventsmarkt und verschickte die entsprechenden Verträge im Namen der Werbegemeinschaft, die dann somit auch die Standgebühren verbuchte. Ab sofort wird der Händlervertrag zwischen Stadtverwaltung und dem jeweiligen Aussteller geschlossen und die Standgebühren werden auf das Konto der Stadtverwaltung gezahlt. In Folge dessen werden nun auch sämtliche Aufwendungen durch die Stadtverwaltung beglichen. So kehrt Fairness ein.

Das sieht man bei der Werbegemeinschaft ein. In einem Termin hat der Oberbürgermeister die Sache mit dem Vorstand geklärt, dann habe man sich einvernehmlich verständigt. „Im Endeffekt ist die Entscheidung gar nicht schlecht für uns“, sagt Werbegemeinschafts-Vorsitzender Rico Eichler, „es ist auch besser, wenn so eine Organisation komplett in einer Hand liegt.“

Stadt Delitzsch profitiert finanziell

Die neue Vorgehensweise bringt für die Stadtverwaltung auch erhebliche finanzielle Vorteile mit sich. Denn für alle Anschaffungen im Zusammenhang mit dem Adventsmarkt kann jetzt die Vorsteuer geltend gemacht werden. Zudem mussten neue Hütten angeschafft werden, die die Werbegemeinschaft aber gar nicht hätte finanzieren können. Die Stadt musste zur Absicherung des Marktes auf eigene Kosten für Ersatz sorgen. „Das macht rund 20 000 Euro aus“, wird in der Kämmerei vorgerechnet. Um die Vorsteuer dafür in Höhe von etwa 4500 Euro, wie auch für alle anderen im Zusammenhang mit dem Adventsmarkt stehenden Aufwendungen erstattet zu bekommen, sei es zwingend notwendig, dass die Stadt zum einen als Veranstalter auftritt und zum anderen auch sämtliche Einnahmen aus hauptsächlich Standgebühren vereinnahmt – das sind rund 7000 Euro an Gebühren. Die Werbegemeinschaft geht dabei leer aus.

Das sei am Ende auch in Ordnung, heißt es aus der Werbegemeinschaft. Insgesamt verbuche diese nämlich weniger Kosten und weniger Organisationsaufwand rund um den Markt. „Als Händler oder Gastronom hat man im Dezember schon genug andere Sachen zu tun“, erläutert Rico Eichler, warum die neue Verfahrensweise vor allem als Erleichterung deklariert wird.

Selbstverständlich könne und solle sich die Werbegemeinschaft wie bisher in die Vorbereitungen des Adventsmarktes einbringen, hofft die Stadt. Insbesondere im Bereich des Kulturprogramms sei das Team für jede Unterstützung dankbar. In beratender Funktion wird auch zukünftig ein Vertreter der Werbegemeinschaft an den Arbeitskreissitzungen teilnehmen.

Der Delitzscher Adventsmarkt findet in diesem Jahr vom 8. bis 10. Dezember statt.

Von Christine Jacob

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der Eilenburger Chaussee in Delitzsch sind zwei moderne Wohnhäuser entstanden. Mittlerweile sind alle Wohnungen bezogen, das Projekt ist größtenteils abgeschlossen. Eingebaut wurde dabei auch ein Erdgas-Mini-Blockheizkraftwerk.

25.09.2017

Zwei Einsätze binnen kurzer Zeit mussten am Donnerstagabend die Kameraden der Delitzscher und der Orsteil-Feuerwehren absolvieren. Während es im Altenpflegeheim Beerendorf bei angebranntem Essen blieb, wurde im Ortsteil Zschepen die Lage deutlich ernster.

22.09.2017

Mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt Zschölkau, dem Neubau einer Mehrzweckhalle in Krostitz sowie der Schaffung zusätzlicher Hort- und Krippenplätze in der Kita und im ehemaligen Standesamt hat die Gemeinde Krostitz in diesem Jahr ein großes Programm zu stemmen. Das ist in Krostitz Chefsache.

19.04.2018
Anzeige