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Adventsstimmung auf Weihnachtsmärkten Delitzsch, Eilenburg, Bad Düben und Region

Weihnachtsmärkte Adventsstimmung auf Weihnachtsmärkten Delitzsch, Eilenburg, Bad Düben und Region

Am zweiten Adventswochenende besuchten tausende Menschen die Weihnachtsmärkte in Delitzsch, Eilenburg, Bad Düben, Hohenprießnitz, Löbnitz, Wiedemar und Zschortau. Neben weihnachtlichen Leckereien wurde auch jede Menge Kultur geboten.

Auch der Weihnachtsengel Anja Schreiber und der Weihnachtsmann besuchten den Weihnachtsmarkt in Eilenburg und trafen den kleinen Timo Teuber und Nico Eisfeld.

Quelle: Foto: Anke Herold

Delitzsch/Eilenburg/Bad Düben. Gerade zwei Grad über Null: Am frühen Nachmittag zog es bereits zahlreiche Besucher auf den Delitzscher Adventsmarkt. Dieser lockte am Wochenende mit einem Bühnenprogramm am Markt und im Kino nebenan. Für den Abend versprach das nicht nur die Auflösung der Frage, ob die Loberstadt die Stadtwette mit dem MDR gewinnen sollte – was gelang –, sondern auch dick eingepackte Menschen mit Glühwein in der Hand. Kinder konnten zuvor draußen Spiele machen, dem Weihnachtsmann Wünsche ins Ohr flüstern oder mit der Bimmelbahn eine Runde drehen. Im Kino Markt Zwanzig konnten sie sich schminken lassen und basteln. Für die Erwachsenen bot das bunte Treiben handgemachte Geschenkideen aus Holz, Keramik oder Bernstein und kulinarische Genüsse.

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Am Wochenende fanden in der Region mehrere Weihnachtsmärkte statt – unter anderem in Delitzsch, Eilenburg, Bad Düben, Löbnitz, Wiedemar und Zschortau.

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Ob Flammlachs oder Straußensteak, Salami vom Highlandrind oder Matjes auf die Hand: Für jeden Geschmack war etwas zu finden. Christian Maurer, in Sachen Öffentlichkeitsarbeit für die Stadt unterwegs, zeigte sich rundum zufrieden. Selbst gespannt, wie die Vorverlegung am Wochenende im Vergleich zum Vorjahr ankommen würde, hatte er von Händlern und Besuchern durchweg positive Rückmeldungen erhalten. „Jetzt, wenn es langsam dämmrig wird, ist der Markt ohnehin knackevoll.“ Ihn freute, dass die Leute auch in diesem Jahr wieder viel Neues zu entdecken hatten. Zehn neue Händler hatten ihre Stände bezogen. Aber auch bereits bekannte Höhepunkte wie die französischen Spezialitätenhändler waren wieder da. „Hier wird Wert auf viele, kreative Einzelstände gelegt.“, sagte Maik Schätzlein. Für den Händler aus Lichtentanne bei Zwickau und seinen „Dr. Chili“-Stand war es auch die Premiere. Dem Gerücht, das an ihn herangetragen wurde, die Menschen hier in der Region seien sehr verhalten, musste er widersprechen: „Den Eindruck hatte ich nicht, die Leute sind sehr aufgeschlossen.“

Punsch und Kultur in Eilenburg

Beim Vorbeischlängeln an den mit Lichterglanz geschmückten Hütten trafen die Besucher des Eilenburger Weihnachtsmarktes auf Bekannte und Verwandte, plauderten beim Punsch vielleicht das letzte Mal in diesem Jahr. Wer Lust auf Kultur hatte, konnte zwischen Freibühne, Nikolaikirche und Turmbesteigung wählen. Am Freitagabend folgten darüber hinaus zahlreiche Gäste der Einladung des Burgvereins, am Stadtrundgang im Fackelschein teilzunehmen. Dieser endete im Burgkeller. Dort wartete Wolfgang Beuche, um Geschichten über Eilenburger Erfindungen zu erzählen. Gespannt verfolgte Ursula Reyhe mit ihrem Mann das Geschehen: „Weil wir kulturinteressiert sind, wollen wir uns heute der schönen Idee des Burgvereins anschließen. Das so etwas organisiert wird, ist anerkennenswert“, freute sie sich. Beim Weihachtsbaumschmücken der Kitaeinrichtungen zeigten die Kinder und Pädagogen auch in diesem Jahr, was an Kreativität in ihnen steckt. An allen drei Tagen sorgten Vereine und Verbände mit Bastelangeboten, Chorauftritten und Adventsmusik für Kurzweil vor der Nikolaikirche und neben dem Rathaus. Gunnar Greulich gefiel die Ausnutzung des Platzes besser. „Ein kleiner feiner Weihnachtsmarkt ist es wieder geworden. Man muss sich nicht so durchdrängeln und hat Platz an den Buden, das ist gut gelungen“, sagte er. Natürlich durfte auch der Weihnachtsmann nicht fehlen. Mit seinem Weihnachtsengel fing er erste Wünsche der Jüngsten ein. Mutig blieben auch der kleine Nico und Timo stehen und gingen mit dem Bärtigen auf Tuchfühlung. „Wir waren heute schon in der Kirche, haben gebastelt und gemalt und jetzt wollen wir noch Kinderpunsch trinken gehen“, waren sich beide einig. Das weihnachtliche Flair zog zahlreiche Besucher an, von denen einige sich mehr adventstypisches Warenangebot gefreut hätten.

Romantik auf Schloss Hohenprießnitz

Es geht immer noch ein Stückchen mehr beim Glamourfaktor, der den dritten romantischen Weihnachtsmarkt auf dem Gelände des Hohenprießnitzer Schlosses umgibt. Wer sich rechtzeitig Karten für eines der beiden ausverkauften Adventskonzerte gesichert hatte, erlebte am Samstagabend im Barocksaal einen kleinen Emmy-Hauch. Schlossherr Konrad Obermüller nahm nach den festlichen Klängen, für die zuvor der örtliche Schlosschor, das Leipziger Duo Salvatierra und das Dübener Quartett Anima nur mit Zugaben vom Publikum entlassen wurde, Henriette Lippold beiseite. Denn die 34-jährige Kurstädterin, eine der vier gefeierten Sängerinnen von Anima, kehrte erst vor einer Woche aus New York zurück. Wie berichtet, hielt die TV-Produzentim dort die höchste Trophäe, die weltweit für Fernsehproduktionen zu vergeben ist, in den Händen. Diesmal freute sich die junge Frau unter tosendem Beifall in der Heimat nicht minder über einen strahlenden Lichterstrauß und die Schloss-Medaille, mit der Familie Obermüller auch ihre Sangesfreundinnen und Dübens Kantor Norbert Britze ehrte. „Möge für Anima auch künftig noch genug Zeit bleiben“, wünschte sich der Schlossherr, der das nicht nur gesanglich, sondern auch optisch attraktive Quartett auch künftig bei weiteren kulturellen Offerten im stilvollen Ambiente begrüßen möchte. Das ist seit der Schlosssanierung längst mehr als ein Geheimtipp und lockte am Wochenende wieder tausende Besucher aus dem Ort und der Region aufs Hohenprießnitzer Vorzeigeareal.

Von Manuel Niemann, Anke Herold und Karin Rieck

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