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Delitzsch Ärger um Baumfällungen - 40 Exemplare in der Bitterfelder Straße abgeholzt
Region Delitzsch Ärger um Baumfällungen - 40 Exemplare in der Bitterfelder Straße abgeholzt
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13:48 19.05.2015
Reihenweise wurden in der Bitterfelder Straße Bäume entfernt. Quelle: Kay Würker

Die Trasse zwischen Nord- und Roßplatz, eine der am stärksten frequentierten im Stadtgebiet, wird grundhaft saniert. Dabei entstehen auch veränderte Parkbuchten, werden Radspuren und Gehwege neu angelegt. Und weil die Standorte der Straßenbäume nicht in die Ausbaupläne passten, wurden sie zum Fall für die Motorsäge.

Bei Anwohnern und Passanten wird darüber derzeit heftig diskutiert. Das Thema Fällung ist in Delitzsch seit jeher ein Brennpunkt. Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) Grünes Delitzsch bezeichneten die Maßnahme in Briefen an die LVZ als Kahlschlag - die Bäume seien ein Opfer der autofreundlichen Stadt. "Wir sind verärgert", untermauerte gestern BI-Sprecher und Grünen-Politiker Jörg Bornack. "Die Gesetzeslage in Sachsen gibt es nicht her, dass wir dagegen vorgehen. Aber wir werden den weiteren Ablauf kritisch verfolgen. Ich habe die Bäume vorab vermessen. Für die 42 gefällten Exemplare müssen entsprechend der Baumschutzsatzung mindestens 70 nachgepflanzt werden."

Ersatzpflanzungen - für Ulli Klausch das wesentliche Stichwort. Auch die Stadtverwaltung habe im Vorfeld jeden betroffenen Baum begutachten lassen, versichert der Leiter des Sachgebiets Kommunalbau. "Wir haben externe Experten beauftragt, die in die Vorbereitungen der Baumaßnahme seit Längerem einbezogen sind." Konkret handele es sich um das Büro Seelemann mit der in Markkleeberg ansässigen Fachgesellschaft für Umweltplanung und Stadtentwicklung. "Im Zuge der landschaftspflegerischen Begleitplanung dieses Büros wurden alle Bäume im Straßenabschnitt in ihrem Zustand dokumentiert, und danach werden auch die nötigen Ersatzpflanzungen festgelegt", so Klausch. Gepflanzt werde an neuen Standorten in der Bitterfelder Straße, aber auch an anderen Stellen im Stadtgebiet.

Dass zunächst so viele Gehölze weichen müssen, hänge mit der kompletten Neugestaltung der Gehwege und Parkbuchten zusammen. "Teilweise werden wir begehbare Baumscheiben aus Guss oder Beton anlegen, um die begrenzte Gehwegbreite effektiv zu nutzen", erklärt Klausch. "Bei den Neupflanzungen greifen wir wahrscheinlich auf eher hochstämmige Gewächse wie die Amerikanische Linde zurück, damit Fußgänger nicht mit niedrigen Zweigen kollidieren, wie es bisher hier und da der Fall war."

Das Sachgebiet erarbeite derzeit die Ausschreibungsunterlagen. "Sobald die fertig sind, kann zur Gestaltung mehr gesagt werden." Baustart sei dann voraussichtlich am Roßplatz. Dort, nahe der Eilenburger Straße, verschwanden ebenfalls Bäume, was die Freie Wählergemeinschaft zu Nachfragen bei der Stadtverwaltung veranlasste. Laut Klausch stehen auch diese Fällungen im Zusammenhang mit der Großbaustelle. Erste Ersatzpflanzungen meldet die Stadtverwaltung für die Bitterfelder Straße nördlich des Nordplatzes. Das zuständige Landesamt kümmere sich gerade darum. Im Zuge des Kreisverkehrsbaus war auch dort gefällt worden.

Übrigens: Weitere Entnahmen gab es dieser Tage im Tiergarten, unter anderem am Eingang. Dort hätten Wurzeln den Weg aufgeworfen, was zur Unfallquelle wurde, heißt es. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.12.2014
Von Kay Würker

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