Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Ärger um Grundstücksvergabe in Delitzsch
Region Delitzsch Ärger um Grundstücksvergabe in Delitzsch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 27.07.2018
Aus dem Bebauungsplan für die Lauesche Straße Delitzsch. Quelle: Stadtverwaltung Delitzsch
Anzeige
Delitzsch

Das neue kleine Wohngebiet in der Laueschen Straße in Delitzsch hat bereits für großen Ärger gesorgt. So bedauern Anwohner, die sich fast 20 Jahre um einen kleinen Teil der bisher brach liegenden Fläche zwischen Lauescher und Dübener Straße bemüht hatten, das Verhalten der Stadt.

Noch vor der Sommerpause musste der Stadtrat einen seiner Beschlüsse zur Grundstücksvergabe wieder aufheben, weil der Interessent mit dem Zuschlag laut Stadt nicht bauen wollte. Der Bauplatz ging an ein anderes Paar. Die Verwaltung wurde aus Reihen der Freien Wählergemeinschaft für einen zu laxen Umgang mit dem Thema kritisiert. Nach Darstellung der Stadt wiederum wirkte es so, als sei der Interessent zu lax mit dem Thema umgegangen. Der will das so nicht stehen lassen.

Mehr Bewerber als Grundstücke

Für die sieben kleinen Grundstücke in der Laueschen Straße hatten sich zu Jahresbeginn elf Kandidaten beworben. Die Käufer stammen größtenteils aus Delitzsch und Leipzig, bei Abschluss aller Kaufverträge ergeben sich Einnahmen in Höhe von etwa 630 000 Euro für die Stadt. Diese hat aber auch eine Klausel eingebaut, dass innerhalb von zwei Jahren das Grundstück bebaut werden muss, ansonsten kann die Stadt von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch machen. Damit sollten Grundstücksspekulationen unterbunden werden.

Jahrelang bemüht

Eines der Paare, das einen solchen Zuschlag Ende März erhalten hatte, hatte kurz darauf die Verwaltung angeschrieben, dass es so einen Vertrag nicht unterschreiben kann und um eine Fristverlängerung auf fünf Jahre gebeten. Die Stadt widerspricht dem allerdings, es liege kein schriftlicher Antrag zur Fristverlängerung vor. Dabei, so das Paar, habe die Stadtverwaltung ihnen gegenüber argumentiert, dass eine Fristverlängerung wegen Gleichbehandlungsgrundsätzen nicht möglich sei. Zudem habe man sich fast 20 Jahre um ein kleines Stück der Brache bemüht, um eine ordentliche Zuwegung zum Grundstück eines Verwandten herzustellen, das bislang nur zu Fuß erreichbar ist – auf diese Angebote sei die Stadt nie eingegangen.

Von Christine Jacob

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Unter dem Dach der Delitzscher Energiegenossenschaft haben sich jetzt 59 Mitglieder versammelt. Die bringen in der Loberstadt nun gemeinsam etwas aufs Dach: Insgesamt sollen vier Solaranlagen auf Kitas und einer Grundschule gebaut werden.

27.07.2018

Einen speziellen und nicht alltäglichen Einsatz gab es am Donnerstagabend für die Feuerwehr. In Löbnitz (Landkreis Nordsachsen) waren zwei Pferde in einem Teich gelandet und mussten gerettet werden.

27.07.2018

Klaus Kabelitz, Leiter des Delitzscher Polizeireviers, geht an diesem Freitag in den Ruhestand. „Nun endgültig“, wie er sagt, und blickt auf ein bewegtes Berufsleben.

26.07.2018
Anzeige