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Agrargenossenschaft Beerendorf feiert 25-jähriges Bestehen mit Hoffest

Landwirtschaft Agrargenossenschaft Beerendorf feiert 25-jähriges Bestehen mit Hoffest

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen hat sich die Agrargenossenschaft in den 25 Jahren ihres Bestehens zu einem modernen landwirtschaftlichen Betrieb entwickelt. Mit Milchproduktion, Pflanzenbau und der Nutzung erneuerbarer Energien ist sie breit aufgestellt. Das zeigt die Genossenschaft am Sonnabend beim Hoffest in der Milchviehanlage in Selben.

Auf dem Gelände der Milchviehanlage in Selben wird auch eine Technikschau vorbereitet.

Quelle: privat

Beerendorf/Selben. Nach drei Jahren lädt die Agrargenossenschaft Beerendorf am Sonnabend wieder zu einem Hoffest ein. Dafür hat sie gute Gründe. Zum einen feiert sie ein Jubiläum, denn sie existiert seit dem 23. März 1991. Das will sie mit allen, die sich für die Landwirtschaft interessieren, feiern. „Aber wir wollen auch zeigen, wie moderne Pflanzen- und Tierproduktion heute aussieht. Am Sonnabend kann sich jeder von 10 bis 14 Uhr in unserer Milchviehanlage in Selben, Lange Straße 61, selbst ein Bild davon machen, wie unsere Tiere gehalten werden“, sagt Gerhard Schladitz, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft.

Schwierige Rahmenbedingungen

In den zurückliegenden 25 Jahren ist die Genossenschaft Stück für Stück zu einem modernen landwirtschaftlichen Betrieb gewachsen, der sich unter den für die Bauern schwierigen Rahmenbedingungen auch gewandelt hat. Weil sich die Bedingungen schärften, die Preiskrise in der Fleisch- und Milchproduktion verdeutlicht es aktuell auf drastische Weise, gehen auch die Beerendorfer Bauern nicht nur mehr ihrer Ur-Produktion nach. So stieg die Genossenschaft in die erneuerbaren Energien ein, produziert Solarstrom und in der Biogasanlage Fernwärme und Strom. Zudem tritt sie als Vermieter auf und hat in Beerendorf ein Wohngebiet mit elf Bauplätzen erschlossen. Weil sich die Schweineproduktion als unrentabel erwies, konzentriert sich der Betrieb seit 2006 nur noch auf die Milchviehproduktion und den Pflanzenbau. Auf den 1400 Hektar wird Getreide, Raps und Futter für die Milchkühe angebaut. „Die Gesellschaft stellt immer höhere Ansprüche an die Landwirtschaft, aber niemand ist bereit, dafür höhere Preise für landwirtschaftliche Produkte zu bezahlen“, beschreibt Schladitz das Grundproblem. Weltweite Mehrproduktion und durch Embargos gesperrte Märkte verschärfen die Situation. „So fehlen heute bei der Milch zehn Cent, um kostendeckend produzieren zu können“, erklärt der Vorsitzende. Die Produktion zu drosseln, würde aber die Kosten pro Tier erhöhen.

Vielseitiges Festprogramm

Dennoch steht die Genossenschaft auf stabilen Beinen und wird, wie Schladitz sagt, weiterhin an ihrem Betriebskonzept festhalten. Das will sie am Sonnabend auch zeigen, wenn die Besucher die Ställe, die Biogasanlagen, die Technik und vieles mehr, was Landwirtschaft ausmacht, besichtigen können. Angeboten werden unter anderem Kremserfahren und Fahrten auf einem GPS-gesteuerten Traktor durch die Anlage. Für Kinder gibt es Geschicklichkeitsfahren mit einem Hoflader, Strohhüpfburg und Bastelstraße. Von einer Hebebühne können Besucher die Anlage aus der Vogelperspektive sehen oder in einer Ausstellung Hühner, Tauben und Gänse betrachten. Gaudi ist beim Gummistiefelweitwurf angesagt, für die musikalische Unterhaltung sorgen die Schenkenberger Blasmusikaten und auch das leibliche Wohl wird nicht zu kurz kommen.

Von Thomas Steingen

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