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Delitzsch Alpaka auf pikanter Mission
Region Delitzsch Alpaka auf pikanter Mission
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11:29 27.07.2011
Alpakadame Jule ist wieder im heimischen Gehege. Quelle: Manfred Lüttich
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Delitzsch/Kyhna

In der Nachbargemeinde hatte die Kameldame in der privaten Zuchtgruppe von Bernd Düsel eine wichtige Aufgabe zu erfüllen: eine Ehe auf Zeit mit einem weißen Hengst, der sich als erfahrenes Vatertier schon Sporen verdiente.

„Inzucht ist bei den Alpakas ein Problem“, begründet Tiergartenleiterin Katrin Ernst den Ausflug ihres Schützlings. Das Zweittier dieser Rasse im kleinen Heimatzoo, Hengst Josef, ist nämlich mit Jule verwandt. Ihn hat seine (Ur?)-Enkelin  auch schon rangelassen. Doch das einzig geglückte Ergebnis dieser Paarung im Jahr 2007 – daraus ging Apollo hervor – sei nicht die Lösung, so Ernst ganz im Ernst.

Nun ist Jule aber im schönsten gebärfähigen Alter und soll erneut Mutter werden. Deshalb die Aufenthalte bei Düsels Tieren in Kyhna. Nur wenige Tage Gastspiel für den pikanten Zweck hätten zunächst aber keinen Erfolg gezeigt. Immerhin tragen die Alpakas eine gelungene Frucht reichlich elf Monate im Leib und man sieht davon nicht einmal kurz vor der Geburt etwas, weiß die Tierpark-Chefin. Nur ein untrügliches Zeichen gibt es: Wenn die Alpaka-Dame den Hengst wegspuckt und sich nicht mehr besteigen lassen will, dann hat sie „aufgenommen“. So nennt es die Fachfrau. „Das ist immerhin eine klare Ansage, anstatt eine Migräne vorzugaukeln“, wird zugleich scherzhaft hinterher geschoben.

Vielleicht war auch die Frisur des für den Deckakt zur Verfügung stehenden Vierbeiners zu sperrig. „Diesmal haben wir Jule erst scheren lassen, bevor sie nach Kyhna ging.“ Ob das wirkungsvoll war, wird sich aber erst in einem Jahr herausstellen. Bis dahin wird Jule mit Jung-Esel Freddy herumtollen. Ein Schelm, wer sich dabei etwas zusammenreimt.

kr

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