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Delitzsch Am 18. Juni ist in Delitzsch Tag der offenen Gartentür
Region Delitzsch Am 18. Juni ist in Delitzsch Tag der offenen Gartentür
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00:19 09.06.2017
Rosarot blüht der Holunder auf dem Zschölkauer Land. Quelle: Christine Jacob
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Zschölkau

In wenigen Tagen, am 18. Juni, findet in Delitzsch und Umgebung der „Tag der offenen Gartentür“ statt. Von 13 bis 18 Uhr präsentieren sich an diesem Tag 19 Gärten – und damit so viele wie nie. In loser Folge stellen wir jene Hobbygärtner vor, die zum ersten Mal dabei sind. Heute: Bärbel und Peter Klauß aus Zschölkau.

Naturnahes Gärtnern

Wobei, eigentlich soll es nicht um sie gehen, finden die beiden Rentner und halten sich immer schön im Hintergrund ihrer grünen Oase, wollen nicht einmal fotografiert werden. Ihnen geht es mit ihrer Teilnahme am Tag der offenen Gartentür nicht um das Reden über sich selbst, sondern vor allem um eins: die Vermittlung von Umweltbewusstsein. Das Areal steht für ökologisches Gärtnern und damit einen höheren Zweck. „Wir wohnen seit 35 Jahren hier“, berichtet die 73-Jährige, „von Jahr zu Jahr sind es weniger Schwalben, weniger Bienen, weniger Schmetterlinge und Insekten geworden.“

Anliegen der Zschölkauer ist es, die Menschen zu sensibilisieren und zu zeigen, dass es sehr wohl und sehr gut ohne die chemische Keule geht. Dabei verzichten die entspannten Dorfbewohner auf den erhobenen Zeigefinger und gehen lieber mit gutem Beispiel voran. Eine Streuobstwiese haben die engagierten ehemaligen Wirtsleute ebenso angelegt wie einen kleinen Klostergarten und ein üppiges Lavendelbeet. Das Entstandene nennen sie „romantische Wildnis“. „Wenn man sich die Natur heute anschaut, muss man leider feststellen, dass sich viel zum Negativen gewandelt hat und das allein in der Zeit, die wir auf der Welt sind“, bedauert der 73-jährige Peter Klauß. In seinem naturnahen grünen Paradies haben nicht nur sieben Bienenvölker und glückliche Hühner ein Heim, sondern flattern jede Menge Insekten umher, wie man sie sonst kaum noch zu Gesicht bekommt. Zudem gibt es seltene und zum Teil vom Aussterben bedrohte Pflanzen zu sehen, kann der Neugierige mal eine weiße Lichtnelke und schwarze Königskerzen entdecken.

Raus aus Delitzsch, rein in die Wildnis

In vielen Gärten sei nur Rasen zu sehen und würde viel gespritzt, kritisiert Bärbel Klauß. Das möchte sie nicht. Vor vier Jahren war ihr heute 10 000 Quadratmeter großer Garten noch Acker, Jahre intensiven Wirkens haben daraus ein echtes Erlebnis gemacht. Überall blüht es, überall gibt es was zu entdecken, zu ernten und zu naschen. „Zehn Prozent sind für uns, der Rest ist für die Bienen“, scherzt die Gärtnerin. Ein Teil der Ernte findet sich auch auf der Speisekarte des benachbarten Wirtshauses wieder, das heute der Sohn alleine führt.

Von Christine Jacob

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