Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Am Zöckeritzer und am Holzweißiger Ost-See ist sich die Natur selbst überlassen
Region Delitzsch Am Zöckeritzer und am Holzweißiger Ost-See ist sich die Natur selbst überlassen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:00 24.07.2016
Bis zum Überlauf vom Paupitzscher See zum Zöckeritzer See führt ein Weg, Hier beginnt das Überschwemmungsgebiet. Quelle: Thomas Steingen
Anzeige
Delitzsch/holzweißig

In der Bergbaufolgelandschaft sind nördlich und südlich von Delitzsch mehrere Seen entstanden, die sich in ihrer Nutzung stark unterscheiden. Im Zuge der Umsetzung des Besucherlenkungskonzeptes für die Bergbaufolgelandschaft im Delitzscher Land sind an den Seen Informationstafeln aufgesellt worden, die Aufschluss über Geschichte, Landschaft, Tourismus und Naturschutz geben. In einer kleinen Serie hat die LVZ die Seen vorgestellt. Im Landschaftsschutzgebiet Goitzsche gibt es darüber hinaus weitere Seen.

Zwei von ihnen sind der Zöckeritzer und der Holzweißiger Ost-See, die sich beide im Landschaftsschutzgebiet „Südliche Goitzsche“ im Landkreis Bitterfeld-Wolfen befinden. Wie der Paupitzscher See auf sächsischer Seite, sind diese beiden Gewässer einer touristischen Nutzung entzogen. Sie sind zwar nicht im gesetzlichen Sinne wie der Paupitzscher See als Naturschutzgebiet ausgewiesen, sind aber in ihrer Art der Natur vorbehalten, denn sie liegen in der Goitzsche-Wildnis der BUND-Stiftung. Bereits im Jahr 2000 hatte der BUND erkannt, dass aus der ehemaligen Tagebaulandschaft mittelfristig Kleinode entstehen könnten, wenn man der Natur freien Lauf lassen würde. Deshalb kaufte er Flächen auf. Das Goitzsche-Wildnis-Projekt umfasst eine Fläche von 1300 Hektar. In ihm soll sich die Natur möglichst ungestört entwickeln.

Überflutungsgebiet

Mit dem Grundwasseranstieg sind am Zöckeritzer See Überflutungsflächen entstanden, die den ehemaligen Benndorfer Ring um den Paupitzscher See unterbrochen haben. So gelangt man nur noch von den Wächtern der Goitzsche bis zum Überlauf Paupitzscher See/Zöckeritzer See. Diese Stelle belohnt Wanderer und Naturliebhaber aber mit einem idyllischen Blick auf den Zöckeritz See.

Echte Wildpferde

Eine grandiose Aussicht ergibt sich von der Holzweißiger Höhe auf die ausgedehnte Waldlandschaft der Goitzsche und den am Fuße der ehemaligen Bergbaukippe eingebetteten Holzweißiger Ost-See. Von den Wächtern der Goitzsche aus führt ein unbefestigter Weg in nördliche Richtung zu dieser Höhe. An diesem Weg gelegen befindet sich ein Wildgehege. Auf dieser Koppel leben Exmoor-Ponys, die von der BUND-Kreisgruppe Bitterfeld-Wolfen im Rahmen eines naturnahen Beweidungsprojektes betreut werden. Die Ponys bleiben das ganze Jahr über auf der rund sieben Hektar großen Weide. Exmoor-Ponys zählen zu den wenigen echten Wildpferden. Von Benndorf kommend sind die beiden Seen über den Wanderweg Kohle/Dampf/Luft zu erreichen. Am Arboretum ist der Weg zu den Wächtern der Goitzsche dann ausgeschildert.

Von Thomas Steingen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Löbnitzer Kies- und Baustoffwerke haben sich trotz einer Überproduktion im Osten Deutschlands am Markt behauptet. Das erfuhr der nordsächsischen CDU-Bundestagsabgeordnete Marian Wendt bei einem Besuch in Löbnitz, wo er mit Heinz Scheidel, dem Geschäftsführenden Gesellschafter von Diringer & Scheidel ins Gespräch kam.

24.07.2016

Ein Laubenpieper aus Taucha, der die Geräteschuppen seiner Gartennachbarn ansteckt hat, hat vorm Amtsgericht Eilenburg eine Bewährungsstrafe erhalten. Der Mann war zweimal binnen sieben Wochen mit Grillanzünder zu Werke gegangen, hatte die Freiwillige Feuerwehr in Atem gehalten. Auslöser war ein Nachbarschaftszoff.

23.07.2016

Die Gräben sind dicht, Bäume umgehauen oder abgestorben, die aufgeschichteten Dämme so beeindruckend wie das angestaute Wasser – der Elbebiber lebt ganz gut bei Brinnis. Und verärgert damit das Dorf. Doch trägt er allein Schuld an Überflutungen im Schönwölkauer Ortsteil?

23.07.2016
Anzeige