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Delitzsch Am Zwochau See erinnert eine neue Tafel an den verschwundenen Ort Grabschütz
Region Delitzsch Am Zwochau See erinnert eine neue Tafel an den verschwundenen Ort Grabschütz
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18:00 11.03.2016
Diese Info-Tafel am Zwochauer See erinnert an den weggebaggerten Ort Grabschütz. Quelle: Thomas Steingen
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Zwochau

In der Bergbaufolgelandschaft rund um Delitzsch sind mehrere Seen entstanden, die sich in ihrer Nutzung stark unterscheiden. Im Zuge der Umsetzung des Besucherlenkungskonzeptes für die Bergbaufolgelandschaft im Delitzscher Land sind an den Seen Informationstafeln aufgesellt worden, die Aufschluss über Geschichte, Landschaft, Tourismus und Naturschutz geben. In einer kleinen Serie stellt die LVZ die einzelnen Seen vor.

Der Zwochauer See ist mit einer Fläche von zwölf Hektar der kleinste in der Bergbaufolgelandschaft. Entstanden ist er im Westteil des Sanierungsgebietes Delitzsch-Südwest, wo er in den Jahren 1998 bis 2012 durch den natürlichen Grundwasserwiederanstieg seine Endwasserspiegelhöhe von 100,9 Meter über null erreicht hat. Im Gewässerkatalog Mitteldeutsche Seenlandschaft ist für den Zwochauer See ein Volumen von 1,4 Millionen Kubikmeter angegeben.

Pkw-Zufahrt mit Parkplatz

Das Gewässer ist zugänglich und über mehrere Wege erreichbar. Eine Pkw-Zufahrt mit Parkplatz befindet sich bei Zwochau. Aber auch von Delitzsch aus ist er über den Rundweg am Werbeliner See für Wanderer und Radfahrer gut erreichbar. Im Zuge der Bergbausanierung ist der See so gestaltet worden, dass er umrundet werden kann. Ein Teilstück dieses Weges gehört zum Naturlehrpfad am Grabschützer See. Neben dem Naturleben gibt es am westlichen Ufer einen kleinen Bereich, der als lokale Badestelle genutzt werden kann. Weitere und intensive Formen der Naherholung sind aufgrund der Lage des Sees im europäischen Vogelschutzgebiet „Agrarraum und Bergbaufolgelandschaft bei Delitzsch“ nicht möglich. Vom See aus ist in rund 1,5 Kilometer Entfernung das 17 Meter hohe Schaufelrad des einst größten Baggers im Revier nördlich von Gerbisdorf zu erreichen.

Grabschützer müssen Heimat verlassen

Am Zwochauer Ufer des Sees steht am Naturlehrpfad seit Kurzem eine Informationstafel, die an das ehemalige Dorf Grabschütz erinnert. Von 1919 bis 1970 war der Ort an das Streckennetz der örtliche Kleinbahn angeschlossen. Mit dem in Richtung Süden voranschreitenden Braunkohletagebau mussten die noch verbliebenen 120 Bewohner von Grabschütz ihre Heimat verlassen. Der letzte Einwohner verließ 1985 das Dorf. Ein Jahr später wurde der gesamte Ort abgerissen und danach überbaggert. Auf der Tafel erfährt der Wanderer aber auch, dass der Tagebau seinerzeit den Giniken-Graben (heute Gienickenbach), der durch Grabschütz und Zwochau floss, durchtrennte.

Von Thomas Steingen

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