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An der Eilenburger Chaussee in Delitzsch sollen neue Wohnungen entstehen

Häuser statt Wildwuchs An der Eilenburger Chaussee in Delitzsch sollen neue Wohnungen entstehen

Es liegt nur wenige Hundert Meter vom belebten Unteren Bahnhof entfernt. Doch in den vergangenen Jahren war es recht einsam um dieses Areal in Delitzscher Zentrumsnähe. Das Karree von Eilenburger Chaussee und Beerendorfer Straße ließ statt Nutzungsideen vor allem wilde Sträucher gedeihen. Bis vor Kurzem.

Die Ex-Viehmann-Hallen gehören jetzt zu Pollok Bau, die eingerüstete Villa im Hintergrund wird Firmensitz. Dahinter wiederum entstehen die Wohnhäuser.

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. Neuerdings sind Bauarbeiter vor Ort. Mit klarem Auftrag. Innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre soll das mehrere Tausend Quadratmeter große Gelände sein Gesicht verändern. Hinter dem frischen Schwung an den Bahngleisen stecken zwei gebürtige Delitzscher. Axel Schüler und Thomas Pollok, beide gelernte Maurermeister und Unternehmer, haben das Areal für sich entdeckt. Jeder seinen Teil. Axel Schüler will an der Eilenburger Chaussee zwei Wohnhäuser bauen, Thomas Pollok direkt dahinter eine historische Villa sanieren und den Sitz seiner Firma dorthin verlegen.

Die Investoren beleben ein Areal mit Geschichte. Das Schülerfreizeitzentrum hatte in den 1990ern dort sein Domizil, in früheren Jahren residierte vor Ort ein Obst- und Konservenhandel. "Im Volksmund hieß das Haus mal Villa Fröhlich, benannt nach diesem Familienbetrieb. Mehrere Hallen gehörten dazu", blickt Thomas Pollok zurück. Nach der politischen Wende nutzte der Baustoffhandel Viehmann das Ensemble, errichtete eine 1100-Quadratmeter-Halle komplett neu. Die soll Pollok Bau künftig als Lager dienen. Zwei weitere, derzeit ruinöse Hallen werden saniert und vermietet. Im Erdgeschoss der Villa werden Büro- und Geschäftsräume eingerichtet. "Es ist das perfekte Objekt für uns", schwärmt Pollok, der die 34-Mitarbeiter-Firma zusammen mit seiner Frau Anne-Kathrin führt. "Unser Unternehmen ist seit 21 Jahren am Markt. Wir sind mit der Zeit gewachsen" - die Kapazitäten am bisherigen Firmensitz in der Berliner Straße genügen nicht mehr. Nachdem die städtische Wirtschaftsförderung mehrere Grundstücke vorgeschlagen habe, fiel die Wahl auf die Eilenburger Chaussee: "Das Gelände liegt zentral und ist geschichts- trächtig." Die rund hundert Jahre alte Villa soll nach historischem Vorbild wieder hergerichtet werden. Der Anfang ist bereits gemacht: Im Sommer wurde das Dach gedeckt, seit wenigen Wochen sind neue Fenster drin. In den beiden Obergeschossen sollen zwei Wohnungen entstehen. "So wie es früher schon mal war", sagt Pollok.

Auch Axel Schüler plant Wohnungen. Insgesamt 54. Auf dem Gelände zwischen der Villa und der Eilenburger Chaussee ließ er soeben den Wildwuchs beseitigen. "Der Bauantrag soll noch dieses Jahr eingereicht werden. Im zweiten Quartal 2016 möchte ich gerne loslegen." Vorgesehen sind zwei identische, mehrgeschossige Gebäude mit barrierefreien, hochwertig ausgestatteten Quartieren. Die Wohnungen sind zumeist zwischen 54 und 73 Quadratmeter groß, haben zwei bis drei Räume plus Küche, Bad, Balkon oder Terrasse. Hinzu kommen pro Haus zwei Penthouse-Wohnungen, zugunsten einer Dachterrasse leicht zurückversetzt. An Platz für Bäume, Bänke, Fahrradboxen und Parkplätze auf den Außenanlagen ist ebenfalls gedacht - die Häuser werden im Abstand von etwa 25 Metern errichtet. Axel Schüler lässt das Gesamtobjekt von der Firma AS-Bau GmbH als Generalunternehmer realisieren.

2017 sollen die Mieter einziehen. Schüler rechnet mit ähnlich hoher Nachfrage wie bei seinen Bauprojekten in der Loberstraße und in der Badergasse, insbesondere wegen der Nähe zum öffentlichen Nahverkehr und Einkaufsmöglichkeiten. "Die Wohnungen sind natürlich für Senioren geeignet, aber auch andere Generationen sind willkommen."

Von Kay Würker

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