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Delitzsch Angler ärgern Landwirte in Löbnitz
Region Delitzsch Angler ärgern Landwirte in Löbnitz
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08:00 04.08.2017
Angler verärgern Landwirt in und um Löbnitz.(Symolbfoto) Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Löbnitz

Nicht alle Angler benehmen sich offenbar so, wie es sich die Löbnitzer Einwohner und auch Landwirte wünschten. Deshalb sprachen sie das Thema kürzlich öffentlich an. Detlef Hoffmann, Landwirt und CDU-Gemeinderat, hat „langsam den Kanal voll“, wie er mit Wut im Bauch mitteilte. Natürlich hätten die Angler das Recht des Betretens des Wassers, das räume er ihnen auch ein, aber doch nicht des Befahrens, wie er wiederholt in jüngster Zeit feststellen musste. Mit Pkw seien die Petrijünger über seine Wiesen gefahren und hätten dabei das frische Heu zerfahren, teils tiefe Spuren hinterlassen. Nicht nur, dass der Landwirt dadurch Schäden an seinem Produkt erleidet, er verliert auch Geld,weil er womöglich nicht verkaufen kann. Er müsse sich auch noch „Sprüche“ anhören, die er lieber nicht wiederholte. Er forderte deshalb, dass künftig die Zufahrten mit einer Schranke gesperrt werden. „Wer sich nicht an Gesetze hält, muss mit Einschränkungen rechnen.“

Quer übers Feld

Auch René Höhne hatte ebensolche Erfahrungen gemacht. Statt Feldwege zu nutzen, würde quer über das Feld gefahren. „In der Regel sind es aber Fremde, keine Löbnitzer. Mit den Einheimischen kann man reden und die reagieren dann auch. Das bestätigte Bodo Bergmann. Er selbst habe mit einigen gesprochen und darunter waren nicht nur Angler. Manche seien aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit mit dem Pkw über die Wiesen gefahren. „Die reagieren aber wenigstens vernünftig.“

Keine Grundlage für Schranken

Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU) kennt das Problem und nahm deshalb auch schon Verbindung mit dem Anglerverband Leipzig, dem Pächter der Gewässer, auf. Der will nun wiederum mehr Einfluss auf seine Mitglieder nehmen, sie zusätzlich belehren, sich strikt an die Regeln zu halten. „Hoffentlich hilft es“, sagte Wohlschläger. Die Löbnitzer wollen zumindest weiter genau hinschauen. Öffentlich gewidmete Wege mit Schranken zu sperren, dafür sieht der Bürgermeister allerdings keine Grundlage.

Von Ditmar Wohlgemuth

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