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Delitzsch Antje und Volker Löffler aus Delitzsch spenden für ukrainischen Kindergarten
Region Delitzsch Antje und Volker Löffler aus Delitzsch spenden für ukrainischen Kindergarten
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10:36 24.07.2017
Antje und Volker Löffler (beide 75) aus Delitzsch erhielten unverhofft Post aus der Ukraine. Quelle: Manuel Niemann
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Delitzsch/Schowskwa

Ein paar Kopeken klimpern in der Spardose, die die Kinder von Schowkwa Antje und Volker Löffler zugesandt haben. Mit dabei war ein Bild, dass die Kindergartenkinder gemalt haben. Es ist eine Geste der Dankbarkeit. Es zeigt die Silhouette der rund 800 Kilometer von Kiew entfernt liegenden Stadt ganz im Westen der Ukraine. Seit 2013 ist sie Energie-Partner der Stadt Delitzsch. Delegationen der Städte besuchen sich und versuchen, voneinander zu lernen.

Mit Partnerschaft zu mehr Energieeffizienz

Schowkwa soll vom Know-how in Sachen Energieeffizienz von der Loberstadt profitieren und eine Pilotstadt für die Ukraine werden. Als im Oktober 2013 eine erste Delegation der Einladung des Bürgermeisters von Schowkwa, Petro Vykhopen, folgte, zeigte die sich erschüttert von den Eindrücken vor Ort. Dort schien die Zeit stehengeblieben: Der Wohnungsbestand befand sich in einem äußerst maroden Zustand, der die Energieverluste bis zu 80 Prozent erklärte. Das hinterließ nicht nur auf politisch-wirtschaftlicher Ebene einen Eindruck, sondern auch auf der zwischenmenschlichen: Der Delitzscher Stadtrat Volker Löffler (SPD) zählte zu dieser ersten Delegation, die unter der Leitung von Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) die Ukraine bereiste.

Auch menschlich eine bleibende Erfahrung

Ihr Weg führte sie auch in den öffentlichen Kindergarten, der neben fünf Wohnblöcken zu den ersten Pilotprojekten zählte. „Es war Oktober, noch nicht so sehr kalt“, berichtet der 75-Jährige. „Als wir sie besuchten, saßen die Kinder mit Mantel da und Kondenswasser lief von den angelaufenen Fenstern.“ Zuhause berichtete er, wie überrascht er gewesen sei, eine solche Situation vorzufinden. Das hinterließ auch Eindruck bei seiner Frau.

Unkomplizierte Hilfe ermöglicht Waschmaschine

Kurzerhand überreichte Löffler im Mai dieses Jahres beim nächsten Besuch in Schowkwa eine Spende. Die Kinder von Schowkwa begrüßten die Abgesandten, tanzten vor dem Kindergarten, der nun vom Staat finanzierte neue Fenster mit Thermoverglasung und ein Heizungssystem habe. „Da waren wir richtig ergriffen“, sagte Löffler über diesen Besuch. Schowkwas Energieeffizienz-Managerin, Olena Klak, die für die Delegierten vor Ort dolmetschte, hielt sie auf dem Laufenden, was mit ihrem Geld passierte: Angeschafft wurden eine Waschmaschine, eine Musikmaschine, Teppiche und Bälle. „Das war für uns eine Riesenfreude“, so Antje Löffler. Verglichen mit dem Anspruchsdenken hier, sei es absurd, das dort für die Kinder noch von Hand gewaschen wurde.

Von Manuel Niemann

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