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Delitzsch Arbeitslosenquote steigt von 13,6 auf 16,4 Prozent an
Region Delitzsch Arbeitslosenquote steigt von 13,6 auf 16,4 Prozent an
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14:46 28.01.2010
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„Viel, aber nicht überraschend“, lautete die Einschätzung der aktuellen Zahlen von Frank Lehnert, stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Arge (Arbeitsgemeinschaft aus Landkreis und Agentur) Delitzsch.In der Geschäftsstelle Delitzsch sind 4927 Betroffene registriert. Das bedeutet einen Zugang in Höhe von 576. Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen stieg um 64 auf 1740 und der unter 25-Jährigen um 45 auf 506. „Diese Zahlen sind schon gravierender als noch vor einem Jahr. Der Anstieg ist erheblich und lässt sich auch mit der kalten Jahreszeit und der Wintersaison nicht schönreden“, sagte Erika von Scheven, Geschäftsstellenleiterin der Arbeitsagentur in Delitzsch, im gestrigen Arbeitsmarktgespräch.Die Geschäftsstelle Eilenburg liegt mit etwas anderen Zahlen im Negativ-trend. In der Muldestadt gibt es einen Anstieg in Höhe von 443 auf nunmehr 3989. Darunter sind 49 Langzeitarbeitslose und 58 unter 25-Jährige mehr. Der Großteil der Betroffenen kommt vor allem aus Bauberufen und dem Baunebengewerbe. Aber auch Warenkaufleute und der Hotel- und Gaststättenbereich entwickeln sich laut von Scheven zu Schwerpunkten auf dem Arbeitsmarkt. Die Mitarbeiter in den Agenturen machen zudem verstärkt die Erfahrung, dass geringfügig bezahlte Stellen angeboten werden, solche, ohne Sozialversicherungspflicht. „Arbeit ist vorhanden, die Arbeitgeber brauchen Leute, können sie jedoch nicht bezahlen“, so die Agentur-Chefin, die eine „überschaubare Frühjahrsbelebung“ voraussagte.Etwas entgegen dem Trend ging die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften im Altkreis um 119 auf nunmehr 7813 zurück. In diesen Bedarfsgemeinschaften (einzelne Personen oder Familien, die Hilfe bekommen) leben 13947 Menschen und damit 260 weniger als noch vor vier Wochen. Von diesen Hilfebedürftigen erhalten 10717 Arbeitslosengeld II (Hartz IV) und 3230 Sozialgeld. In den Gemeinschaften leben nicht nur Arbeitslose sondern beispielsweise auch Schüler und Senioren. Darum sind durchaus Veränderungen entgegen dem Trend auf dem Arbeitsmarkt möglich. Der Altkreis Delitzsch ist auf dem zweiten Arbeitsmarkt recht gut vertreten. 863 Männer und Frauen haben in sogenannten Arbeitsgelegenheiten eine Beschäftigung, sind allgemein als Ein-Euro-Jobs bekannt. 13 neue Maßnahmen sind seit Jahresbegin angelaufen. „Der zweite Arbeitsmarkt ist nach wie vor wichtig und wird von uns vorangetrieben“, so Lehnert.

Frank Pfütze

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