Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Artur-Becker-Schule in Delitzsch feiert 40. Geburtstag
Region Delitzsch Artur-Becker-Schule in Delitzsch feiert 40. Geburtstag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:17 24.06.2016
In der Ausstellung, die die 40 Jahre der Schule dokumentiert: Robin Stoppe (links) aus der 9. Klasse, die ehemalige Sekretärin Waltraut Grotz, sie war von 1976 bis 2001 hier tätig, und Mathe- und Informatiklehrer Harald Brustmann. Quelle: Alexander Prautzsch
Anzeige
Delitzsch

Wiedersehen, Erinnerungen austauschen, feiern und Abschied nehmen, all das prägte die letzte Woche des Unterrichtsjahres an der Artur-Becker-Oberschule in Delitzsch. Dieses Jahr ist für die Einrichtung im Delitzscher Osten ein besonderes, denn die Schule gibt es mittlerweile seit 40 Jahren. Außerdem feiert ihr Förderverein zehnjähriges Bestehen. Ein Jahr lang hatten sich Lehrer, Schüler und Eltern auf diese beiden Geburtstage vorbereitet, die in der Festwoche zum Schuljahresschluss gefeiert wurden. Der Höhepunkt für die rund 400 Fünft- bis Neuntklässler war am Mittwoch der Besuch im Freizeitpark Belantis, der dank finanzieller Unterstützung des Fördervereins möglich wurde.

Ausstellung zur Schulgeschichte

Am Donnerstag feierten dann die Lehrer. Dazu hatten sie sich Kollegen aus den anderen Schulen sowie ehemalige Mitstreiter und Schüler eingeladen. Die 40-jährige Geschichte der Schule war in einer Ausstellung dokumentiert. Lehrbücher und Unterrichtsmaterialien aus den 1970er- und 1980er-Jahren, Klassenlisten, Fotos der Absolventenjährgänge und vieles mehr weckten Erinnerungen und boten Gesprächsstoff. Auch ein Film wurde gezeigt. Mathematik- und Informatiklehrer Harald Brustmann hatte diesen zusammengeschnitten. Wie er berichtete, hat er das Material dazu im Stadtarchiv gefunden, wo ein Film aus DDR-Zeiten über Delitzsch existiert, in dem auch die Artur-Becker-Schule eine Rolle spielt. So zeigt eine Sequenz Schüler in einer Arbeitsgemeinschaft beim Bau von Schiffsmodellen. Der 62-Jährige Lehrer ist der einzige an der Schule, der schon deren Einweihung miterlebt hat. So kennt er alle ehemaligen Kollegen, mit denen er am Donnerstag über gemeinsame Zeiten ausgiebig plaudern konnte.

Loblied auf die jung gebliebene Jubilarin

Schulleiterin Rosina Menzel verzichtete in ihrer Ansprache in der Festveranstaltung dann bewusst auf einen Abriss der Geschichte, stimmte vielmehr ein Loblied an, als sie sagte, was die Schule auszeichnet: „ Sie ist zwar 40 Jahre alt geworden, aber jung geblieben.“ Dabei hob sie die Entwicklung seit dem wendebedingten Umbruch besonders hervor. Sie sprach von der Phase des Zusammenraufens 1992, wo ständige Lehrerwechsel an der Tagesordnung waren, aber auch von der Aufgabe, ein eigenes Profil für die Schule zu finden, das dem Ziel entsprach, alle Schüler zu fördern. „Keiner soll verloren gehen, ist unser Anspruch“, so die Schulleiterin.

Gisela Nicklisch, die die Schule zu DDR-Zeiten acht Jahre lang geleitet hatte, erinnerte an die Anfangsjahre. Die Tage im Februar/März 1976, an denen zunächst die Sporthalle und der Sportplatz übergeben wurden und danach die Schule ihren Namen erhielt, sind ihr besonders in Erinnerung geblieben. „Denn so etwas gab es bis dahin in Delitzsch noch nicht“, so die ehemalige Direktorin.

Am Freitag hieß es dann für Rosina Menzel Abschied nehmen. Gemeinsam mit der langjährigen Lehrerin Karin Nadler wechselt die Schulleiterin in den Ruhestand.

Von Thomas Steingen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie dreist – was nicht niet- und nagelfest ist, wird in Delitzsch und Umgebung geklaut. Der Stadtverwaltung ist schon Rollrasen abhanden gekommen, aus Gärten werden Pflanzen ausgebuddelt. Für Furore sorgte nun die „Entführung“ dreier Gartenzwerge vom Kartoffelhof Lienig.

24.06.2016

Wenn nächste Woche in Delitzsch der Bär steppt, gehen sie wieder zu Hunderten von Hand zu Hand: die Stadtfest-Taler. Seit sechs Jahren sind sie Teil des Peter-und-Paul-Veranstaltungspaketes, dienen an den Festtagen als alternatives Zahlungsmittel an Karussells und Getränkebuden. Und sie werden immer begehrter.

23.06.2016

Es gibt sie noch, die schönen Momente der Menschlichkeit. Der Privaten Krankenpflege Susan Stickel ist jetzt so ein Moment widerfahren – eine Angestellte hatte den Schlüssel zur Wohnung eines Patienten verloren. Der ehrliche Finder setzte alles in Bewegung, um den Schlüssel wieder zu bringen. Doch nun wird der Mann gesucht.

23.06.2016
Anzeige