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Delitzsch Artur-Becker-Schule leistet in Delitzsch Integrationsarbeit für die Jüngsten
Region Delitzsch Artur-Becker-Schule leistet in Delitzsch Integrationsarbeit für die Jüngsten
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15:28 16.02.2017
Deutsch lernen neben dem regulären Unterricht: Heike Wünsch (54) mit ihrer Klasse. Quelle: Manuel Niemann
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Delitzsch

Integration ist Arbeit. Kinder und Jugendliche stellt sie neben dem Erwachsenwerden vor die Aufgabe, in einer fremden Umgebung mit einer neuen Sprache zurecht zu kommen. Neben der Grundschule am Rosenweg bietet in Delitzsch noch die Artur-Becker-Oberschule spezielle Klassen für Kinder und Jugendliche an, die kein oder nur wenig Deutsch sprechen. In drei Etappen werden die Kinder darin vorbereitet, am regulären Unterricht teilzunehmen. Das beginnt mit dem Erlernen eines elementaren Wortschatzes. Dazu gehört meist auch, das lateinische Alphabet zu lernen. „Das sieht dann für uns lustig aus“, erzählt Heike Wünsch. Die Kinder aus dem arabischen Raum schreiben manchmal nach links kippend, weil das ihrer bisherigen Leserichtung entspricht. Die 54-Jährige unterrichtet derzeit die fortgeschrittenen DaZ 2-Kinder. DaZ steht für „Deutsch als Zweitsprache“. In die DaZ 1-Klasse kommen die, die noch keine Sprachkenntnisse haben. Die 17 Schüler, die sie hauptsächlich betreut, haben daneben noch eine Regelklasse, in der sie vereinzelte Fächer bereits mitverfolgen. Ab DaZ 3 sind sie in diese Klassen voll integriert und können dann auch ihren Real- oder Hauptschulabschluss machen.

Breites Spektrum an Altersklassen und Nationalitäten

Was in der Klasse auffällt, ist der große Altersunterschied: 11 bis 16 Jahre sind die DaZ 2-Schüler. Ebenso breit gefächert – die Länder, aus denen sie kommen: Griechenland, Indien, die Türkei, Albanien, Syrien, Afghanistan und der Kosovo. Auch aus Island habe sie schon Kinder gehabt. „Es sind nicht ausschließlich Flüchtlinge. Es sind auch Kinder, die durch Umzüge hierher gekommen sind, weil die Eltern Arbeit finden“, sagt Wünsch. Oft werde sie da zur wichtigen Bezugsperson, die Klasse ist für die Kinder ein geschützter Raum. „Sie sind sehr auf mich fixiert und möchten am liebsten den ganzen Tag DaZ 2 haben“, sagt die Lehrerin. Die Ausgrenzung, die durch die Sprachbarriere, aber auch Vorurteile entsteht, sei in dieser Gruppe weniger. Obwohl durch das DaZ-Angebot Migration ein Thema sei, was die Schule intensiv beschäftige, gebe es natürlich auch Vorurteile, sagt Mechthild Nitschke. Sie ist die Schulsozialarbeiterin an der Becker-Schule. Diese gelte es zu bearbeiten. Manche Konflikte seien einfach nur zwischenmenschliche, keine kulturellen.

Von Manuel Niemann

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