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Delitzsch Asylbewerber ziehen um
Region Delitzsch Asylbewerber ziehen um
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11:47 12.08.2010
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. Darin knapp 30 Frauen und Männer, die auf die beiden Heime in Torgau (Frauen) und Delitzsch-Spröda (Männer) aufgeteilt werden. Der Landkreis Nordsachsen beabsichtigt, wie berichtet, die vier Gemeinschaftsunterkünfte in Torgau, Delitzsch, Eilenburg und Oschatz um zwei zu reduzieren und will die planmäßig zum 30. September auslaufenden Betreiberverträge an den Standorten Oschatz und Eilenburg enden lassen. Die betreffenden Personen sollen auf die beiden Unterkünfte in Spröda und Torgau verteilt werden.

Damit wurde gleichzeitig das letzte Kapitel der 15-jährigen Geschichte der Einrichtung in der Eilenburger Ziegelstraße geschrieben, die infolge rückläufiger Asylbewerberzahlen nicht mehr ausgelastet war. Wie von dieser Zeitung berichtet, hatten einige der männlichen Bewohner gegen den Umzug juristische Schritte unternommen, vorgestern und gestern jedoch lehnte das Verwaltungsgericht Leipzig die Anträge ab. „Die Richter sind der Auffassung der Kreisverwaltung gefolgt, dass der Umzug rechtens ist und es keine Verpflichtung gibt, die Asylbewerber in Wohneinheiten unterzubringen, abgesehen von jenen, bei denen einer Krankheit wegen die Härtefallregelung greift", informierte Jörg Kiesewetter, Leiter der Ausländerbehörde.

Derweil bekräftigten die männlichen Asylbewerber ihre Kritik an Spröda. Abgesehen davon, dass die nächste Einkaufsgelegenheit in acht Kilometer Entfernung liege, sei Spröda kein Asylbewerberheim, sondern eine bessere Baracke. „Mit Integration hat die Lage des Gebäudes nichts zu tun, ganz abgesehen davon, dass die Gitter vor den Fenstern depressiv machen", so Shahriar Seitollahi aus dem Iran, der seit zehn Jahren in Eilenburg lebt und in Leipzig angewandte Mathematik studiert. Ein Studium, das fortzusetzen ihm mit dem Umzug erschwert werde. „Die Verbindung von Spröda nach Leipzig ist so schlecht, dass ich künftig meine erste Vorlesung verpassen werde", klagt der Iraner, der das Heim als „Ruine" bezeichnet. „Mir ist völlig unklar, wie die Behörde für das Gebäude immer wieder eine Zulassung bekommt."

Was mit dem Gebäude in der Ziegelstraße in Eilenburg nach dem Auszug der Asylbewerber passiert, ist unklar. Der Eigentümer habe noch keine weiteren Pläne offeriert. Ein Abriss

als Option stehe aber auch noch, so Kiesewetter.

Roger Dietze

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