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Delitzsch Auf dem Rüstwagen sitzt der Notarzt
Region Delitzsch Auf dem Rüstwagen sitzt der Notarzt
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18:31 08.01.2010
Delitzsch

Die Delitzscher Feuerwehr sieht den kommenden Ereignissen eher gelassen entgegen. „Wir sind wie immer auf fast alles vorbereitet“, hieß es. Auch der Katastrophenschutz des DRK Delitzsch ist der Auffassung „nicht kalt erwischt zu werden“. Der Delitzscher Wehrleiter Dieter Franze setzte für den heutigen Sonnabend eine Zusammenkunft aller Kameraden an – vom Alt- bis zum Jungflorian. Treffpunkt: 10 Uhr am Gerätehaus. Mitnichten geht es dabei vordergründig um die erwarteten Schneemassen. Zunächst steht ein Fotoshooting für die neue Internetpräsentation an. „Sollte es aber tatsächlich zu den vorhergesagten Ereignissen kommen, habe ich gleich alle Mann zusammen“, unkte Franze. Natürlich sei die Truppe auch so jederzeit zu bekommen. Die vier Delitzscher Gerätewarte sind schon mal in besonderer Bereitschaft. Auch der Hof hinter dem Gerätehaus wurde vorsorglich komplett vom Schnee befreit. Dabei half ein Radlader, den die Pflanzenproduktion Beerendorf kurzfristig und und „wie immer unkompliziert zur Verfügung stellte“, hieß es. „Wir brauchen den Platz für die Fahrzeuge unserer Kameraden, wenn sie zum Einsatz gerufen werden“, erläuterte der Wehrleiter. Andreas Bradel, Einsatzleiter an diesem Wochenende, lässt sich ständig über aktuelle (Schnee)Entwicklungen informieren. Er ist es auch, der sich bei Hilferufen wegen gefährlicher Eiszapfen, überhängender Schneebretter oder gebrochener Bäume sich zunächst vor Ort ein Bild machen soll, ehe die Kameraden in Marsch gesetzt werden. Nicht jede tropfende Eissäule ist ein Fall für die Feuerwehr. Vorsorglich in eine bessere Ausfahrposition im Gerätehaus wurde der Rüstwagen gebracht. Er soll im Fall eines Falles den Notarzt – der üblicherweise mit einem Pkw unterwegs ist – zu den Patienten bringen. Feuerwehrmann Harry Janischewski wird das Fahrzeug führen. Platz für die medizinische Ausrüstung wurde geschaffen. Das geländegängige Fahrzeug vom Typ MAN kann so schnell nichts aufhalten. Marcel Knaubel – seit zwölf Jahren leitet er den Betreuungszug des DRK Delitzsch – checkte vorsorglich nochmals alle Fahrzeuge und prüfte, ob auch genügend „Saft“ bei allen vorhanden ist. Indes verfolgte DRK-Vorstand Christian Wolff am Freitagnachmittag sehr aufmerksam das Schneeradar im Internet. „Vermutlich wird es in der Nacht losgehen“, sagte er und ergänzte: „Es wird uns nicht kalt erwischen.“ Ausreichend Teereserven seien vorhanden, mit denen zum Beispiel im Stau stehende Fahrzeuginsassen versorgt werden könnten. „Wenn es notwendig wird, erhalten wir von der Polizei die Informationen“, so Wolff. Aber auch die Wohnungsvermieter der Stadt hätten die Notrufnummern des DRK, um bei Heizungs- oder Stromausfall Hilfe anzufordern. „Wir sind in erhöhter Wachsamkeit“, betonte der DRK-Chef. Auch beim DRK sei der Hof schneefrei gemacht worden.

Ditmar Wohlgemuth

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