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Delitzsch Aufregung um neue Wohngebiete in Delitzsch Südwest
Region Delitzsch Aufregung um neue Wohngebiete in Delitzsch Südwest
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01:32 02.06.2018
OBM Manfred Wilde erklärt Bürgern im Dialog den Gestaltungsplan für die Wohngebiete auf dem Grundstück der ehemaligen Delitzscher Bauunion. Quelle: Mathias Schönknecht
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Delitzsch

Wie bereits bei vorhergehenden Bürgerdialogen, zu denen die Stadt Delitzsch in regelmäßigen Abständen lädt, wurden die derzeitigen Bauvorhaben schnell zum Hauptthema. Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) war am Dienstagabend an der Schkeuditzer Straße gekommen, um mit Bürgern über die Vorhaben der kommenden Monate ins Gespräch zukommen. Diese Gelegenheit nutzten einige Anwohner, um ihre Bedenken gegenüber der vorgestellten Pläne zu monieren.

Obwohl es sich dabei um Bestreben privater Investoren handelt, bekamen OBM, Wirtschaftsförderer Alexander Lorenz, Bauamtsleiter Karl-Heinz Koch und Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos), die die Gesprächspartner von Seiten der Stadtverwaltung bildeten, ihr Fett weg.

Kanalisation ist nur bedingt für Ausbau ausgelegt

Konkret ging es um zwei künftige Wohngebiete mit insgesamt über 90 Baugrundstücken. Das erste soll auf dem Areal der ehemaligen Delitzscher Bauunion (Schkeuditzer Straße / Kyhnaer Weg) entstehen, das im Sommer 2017 versteigert wurde. Das zweite und größere ist zwischen Kyhnaer Weg und Hallescher Straße vorgesehen. Ganz oben auf der Liste der gut 40 Delitzscher, die sich zum Dialog eingefunden hatten: die avisierte Bauhöhe und die Abwasserentsorgung.

Gestaltungsplan für die Wohngebiete im Delitzscher Südwesten. Quelle: Mathias Schönknecht

Durch die geplanten dreigeschossigen Häuser an der Schkeuditzer Straße und den damit verbundenen Umbau des ehemaligen Bürogebäudes der Bauunion sehen einige der Anwohner ihre Grundstücke beeinflusst. „Es wird hier jetzt mit aller Macht etwas aus dem Boden gestampft, ohne die Folgen zu bedenken“, warf ein Anwohner ein. Zudem laufe das Gebiet schon jetzt bei Starkregen Gefahr, unter Wasser zu stehen, da die Kanalisation nicht dafür ausgelegt sei. Kommen nun noch einmal weitere Wohnhäuser wie derzeit vorgesehen dazu, verschlechtere sich diese Lage nur weiter.

Das ehemalige Bürogebäude der Delitzscher Bauunion (Bildmitte) an der Schkeuditzer Straße soll zum Wohnhaus umgebaut werden. Auf dem übrigen Gelände sind Einfamilienhäuser geplant. Quelle: Mathias Schönknecht

Stadt signalisiert Bereitschaft, um den Dialog zu vertiefen

„Es werden alle Mindestabstände eingehalten“, bekräftigte der Oberbürgermeister. „Wir haben ein Auge darauf. Uns bringt es nichts, hier vor Ort zu kommen und Sie zu belügen.“ Und auch der Abwasserzweckverband Delitzsch (AZVD) habe verschiedene Szenarien in seine Planung einbezogen. Diesbezüglich bot Bauamtsleiter Karl-Heinz Koch an, sich bei Problemen und Detailfragen direkt bei der Stadtverwaltung zu melden – was die allgemeine Verärgerung jedoch nur wenig dämpfen konnte.

„Was ist die Alternative?“, fragte Wilde in die Runde. „Das Schlimmste ist doch der jetzige Zustand des Grundstücks.“ Zumindest in diesem Punkt herrschte Einigkeit im Dialog.

Von Mathias Schönknecht

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