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Delitzsch Auftrag aus Neapel: Erste Züge in Delitzsch eingetroffen
Region Delitzsch Auftrag aus Neapel: Erste Züge in Delitzsch eingetroffen
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14:25 19.05.2015
In der EuroMaint-Halle entfernt Tischler Dennis Angermann aus den zum Teil schon in Italien demontierten Triebzugwagen die Holzfußböden. Quelle: Thomas Steingen
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Delitzsch

Zirka alle vier Wochen werden paarweise weitere folgen, um in die für die Instandsetzung vorgesehene Taktung zu kommen.

Wie berichtet, hatte das Delitzscher Unternehmen in einer europaweiten Ausschreibung von der italienischen Bahngesellschaft Ente Autonomo Volturno (EAV) den Zuschlag für die Modernisierung von zwölf ihrer Triebfahrzeuge des Typs FE220 erhalten. Laut EuroMaint-Geschäftsführer Robert Lehmann ist der 24-Millionen-Auftrag der größte seit Bestehen des deutschen Tochterunternehmens der schwedischen EuroMaint Rail AB. "Er sichert in diesem Jahr den Standort Delitzsch", so der Geschäftsführer.

Ursprünglich war die Ankunft der ersten Wagen schon etwas früher erwartet worden. "Es gab unter anderem Verzögerungen, weil in Italien aus den Wagen Teile wie beispielsweise die Sitze ausgebaut wurden. Jetzt sind wir aber glücklich, dass wir hier in Delitzsch endlich loslegen können", erklärt Daniel Berkes, der für diesen Auftrag zuständige Projektleiter.

Und das beginnt im Werk mit dem Abladen der Wagenkästen. Jeweils drei bilden einen Zug. Vom Tieflader werden die Wagen auf sogenannte Absatzgestelle deutscher Spurweite (1435 Millimeter) gehoben, damit sie im Werk auf Schienen bewegt werden können. In Italien rollen die Züge auf Schmalspur 950 Millimeter. Die Drehgestelle der Züge werden gesondert nach Delitzsch transportiert.

Der nächste Arbeitsschritt im Werk ist die endgültige Demontage der Wagen, wobei Innenverkleidung, Decken, Isolierung und die Holzfußböden entfernt werden. Das erfolgt wie übrigens das Gros der Arbeiten in einer extra für diesen Auftrag reservierten eine Halle.

Die Delitzscher Bahnwerker kümmern sich sowohl um die technische Ertüchtigung als auch um eine Modernisierung der Bestandssysteme. Zum Arbeitsauftrag gehören unter anderem die Bremsrevision, die Instandsetzung der Wagenkästen sowie die Aufarbeitung von Radsätzen, Drehgestellen, Türen, Motoren, Zug- und Stoßeinrichtungen. Modernisiert oder teilerneuert werden auch die Klimatisierung, das Fahrgastinformationssystem und die Inneneinrichtung. Dabei arbeiten die Delitzscher mit italienischen Firmen zusammen. Deren Mitarbeiter werden deshalb in den nächsten Wochen häufiger in Delitzsch zu Gast sein. EuroMaint konzentriert sich auf seine Kernkompetenzen wie Wagenkästen, Radsätze, Drehgestelle und die Endmontage.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.05.2015
Thomas Steingen

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