Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Aus für „Delitzscher“
Region Delitzsch Aus für „Delitzscher“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:36 16.04.2010
Anzeige
Delitzsch

Begründet wird dieser Schritt mit Unwirtschaftlichkeit. Die in den 50er-Jahren entstandene Marke war bereits nach Wende schon einmal aus dem Programm genommen worden, erlebte 2006 jedoch eine Renaissance. Schon seit Längerem war der bekannte Schriftzug mit der Abbildung des Delitzscher Schlosses immer seltener in den Ladenregalen zu finden. Im Jahr 2006 hatte es 18 Produkte unter dieser Marke gegeben, berichtet Werkleiter Andreas Brose. Doch zuletzt, nach Insolvenz und Firmenübernahme, blieben nur noch eine Hand voll übrig. Und auch die werden nun nicht mehr hergestellt. Lediglich die Restbestände bereits gedruckter Verpackungen werden noch aufgebraucht. Wie der Marketingchef von Halloren, Tino Müller, gegenüber der Kreiszeitung erklärt, habe das neue Mutterunternehmen schon „relativ kurze Zeit“ nach dem Kauf der Loberstädter Schokoladenfabrik festgestellt, dass die Marke „Delitzscher“ nicht im Sortiment gehalten werden könne. „Sie war zu wenig gepflegt und beworben worden und deshalb nicht erfolgreich“, so Müller. „Wir haben nach der Übernahme jeden Artikel auf Herz und Nieren geprüft und uns von etwa einem Drittel getrennt – vor allem von Saisonwaren. Damit das Unternehmen gesund bleibt, müssen die Produkte Gewinn bringen. Das war bei ,Delitzscher’ nicht der Fall.“ Die Marke mit dem Namen der Stadt am Lober war 1959 entwickelt worden, nachdem der ursprüngliche Besitzer der Schokoladenfabrik, die Familie Böhme, enteignet worden war und der Markenbegriff Böhme nicht mehr verwendet werden durfte. Der Schriftzug „Delitzscher“ blieb, abgesehen von zwischenzeitlichen grafischen Veränderungen, bis zur Wende präsent, hatte dann jedoch für die neuen Firmeneig-ner ausgedient und wurde erst 2006 wieder etabliert. Personelle Einschnitte seien mit der Produkteinstellung nicht verbunden, sagt Tino Müller. „Wir haben erst im vergangenen Jahr wieder Arbeitskräfte eingestellt und suchen ab Juni erneut 20 neue Mitarbeiter, wenn die Weihnachtsproduktion startet.“ Zudem seien am Standort Delitzsch dieses Jahr Investitionen in Höhe von rund einer Million Euro in Verpackungsanlagen geplant.

Kay Wuerker

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Werbeliner und der Grabschützer See stehen in ihrer Entwicklung am Scheideweg: Während die Gemeinde Rackwitz und die Stadt Delitzsch bereits Tourismus-Visionen schmieden, sehen Naturschützer im Landratsamt diverse Brutvogelarten vor Ort gefährdet.

16.04.2010

Müssen sich die Anrainer-Gemeinden des Werbeliner und Grabschützer Sees von ihren Tourismus-Visionen verabschieden? Aus Sicht der Unteren Naturschutzbehörde sind eine Vielzahl seltener Brutvogelarten im Bereich der Gewässer in ihrem Fortbestand bedroht, wenn Gäste vor Ort baden, tauchen oder Boot fahren.

16.04.2010

In der Loberstadt sind bald wieder die Hexen los. Denn nicht nur im Harz sausen sie auf ihren Strohbesen durch die schaurig-schöne Walpurgisnacht. Seit vergangenem Jahr haben sie auch, Abradakabra schon war’s geschehen, Delitzsch für sich entdeckt, genauer gesagt die Breite Straße.

15.04.2010
Anzeige