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Aus für „Delitzscher“

Aus für „Delitzscher“

Die Traditionsmarke „Delitzscher“ ist vom Markt verschwunden. Die Halloren Schokoladenfabrik AG, die das Werk in der Loberstadt 2008 übernommen hat, beschloss die Einstellung der „Delitzscher“-Produkte mit dem typischen Gelb.

Delitzsch. Begründet wird dieser Schritt mit Unwirtschaftlichkeit. Die in den 50er-Jahren entstandene Marke war bereits nach Wende schon einmal aus dem Programm genommen worden, erlebte 2006 jedoch eine Renaissance. Schon seit Längerem war der bekannte Schriftzug mit der Abbildung des Delitzscher Schlosses immer seltener in den Ladenregalen zu finden. Im Jahr 2006 hatte es 18 Produkte unter dieser Marke gegeben, berichtet Werkleiter Andreas Brose. Doch zuletzt, nach Insolvenz und Firmenübernahme, blieben nur noch eine Hand voll übrig. Und auch die werden nun nicht mehr hergestellt. Lediglich die Restbestände bereits gedruckter Verpackungen werden noch aufgebraucht. Wie der Marketingchef von Halloren, Tino Müller, gegenüber der Kreiszeitung erklärt, habe das neue Mutterunternehmen schon „relativ kurze Zeit“ nach dem Kauf der Loberstädter Schokoladenfabrik festgestellt, dass die Marke „Delitzscher“ nicht im Sortiment gehalten werden könne. „Sie war zu wenig gepflegt und beworben worden und deshalb nicht erfolgreich“, so Müller. „Wir haben nach der Übernahme jeden Artikel auf Herz und Nieren geprüft und uns von etwa einem Drittel getrennt – vor allem von Saisonwaren. Damit das Unternehmen gesund bleibt, müssen die Produkte Gewinn bringen. Das war bei ,Delitzscher’ nicht der Fall.“ Die Marke mit dem Namen der Stadt am Lober war 1959 entwickelt worden, nachdem der ursprüngliche Besitzer der Schokoladenfabrik, die Familie Böhme, enteignet worden war und der Markenbegriff Böhme nicht mehr verwendet werden durfte. Der Schriftzug „Delitzscher“ blieb, abgesehen von zwischenzeitlichen grafischen Veränderungen, bis zur Wende präsent, hatte dann jedoch für die neuen Firmeneig-ner ausgedient und wurde erst 2006 wieder etabliert. Personelle Einschnitte seien mit der Produkteinstellung nicht verbunden, sagt Tino Müller. „Wir haben erst im vergangenen Jahr wieder Arbeitskräfte eingestellt und suchen ab Juni erneut 20 neue Mitarbeiter, wenn die Weihnachtsproduktion startet.“ Zudem seien am Standort Delitzsch dieses Jahr Investitionen in Höhe von rund einer Million Euro in Verpackungsanlagen geplant.

Kay Wuerker

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