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Delitzsch Baubeschluss für neues Delitzscher Bad ist gefasst
Region Delitzsch Baubeschluss für neues Delitzscher Bad ist gefasst
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15:49 30.11.2018
Erst ein Architektenwettbewerb würde die konkrete Gestaltung des Delitzscher Schwimmbades aufzeigen, der Plan jedoch zeigt feststehende Parameter wie die Wasserflächen und -tiefen. Quelle: BAUCONZEPT® PLANUNGSGESELLSCHAFT MBH
Delitzsch

Der Baubeschluss für das neue Delitzscher Schwimmbad in der Sachsenstraße ist gefasst. Der Stadtrat votierte am Donnerstagabend mit Stimmenmehrheit dafür. Es gab vier Gegenstimmen und eine Enthaltung.

Nicht teurer als 16 Millionen

Der Beschluss ist an eine Bedingung geknüpft: Nur sofern die nächsten Planungsphasen ergeben, dass der Neubau nicht mehr als 16 Millionen Euro kosten wird, soll das Allwetterbad gebaut werden. Bei dem Projekt geht es um eine der größten Investitionen der vergangenen 25 Jahre im freiwilligen Bereich.

Als beste Lösung gesehen

Die Verwaltung und auch Stadtratsfraktionen argumentieren, dass die Freibadbecken durch das Grundwasser geschädigt und immer wieder reparaturbedürftig sind, am Werbeliner See der Naturschutz das Baden untersagt und auch das Lehrschwimmbecken in der Artur-Becker-Schule sanierungsbedürftig ist. Eine neue Schwimmhalle in der Sachsenstraße im Delitzscher Norden sei die beste Lösung. „Es ist ein Bekenntnis für die Zukunft“, so Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos).

Rahmenbedingungen klar

Die groben Rahmenbedingungen für das neue Bad gibt bereits eine Machbarkeitsstudie vor. Darin sind bereits Wasserflächen sowie -tiefen und Abmaße definiert, die genaue Ausgestaltung bliebe Sache von Architekten. Das neue Bad soll laut Beschlussvorlage bis 2023 in der Sachsenstraße gegenüber der Stadtwerke fertiggestellt sein. Es wird über eine Schwimmhalle, Außenbecken und Planschbecken für Kleinkinder verfügen. Außerdem soll ein Lehrschwimm- und Therapiebecken mit Hubboden entstehen. Auch der Saunabereich ist als optionaler Baustein beschrieben. Ob dieser jedoch dann auch gebaut wird, ist eine gesonderte Entscheidung, vor allem unter Beachtung der Gesamtbaukosten. Der Stadt wurden Fördermittel in Höhe von rund elf Millionen Euro aus dem Programm Stadtumbau Ost zugesagt.

Wie nun weiter?

Die europaweite Ausschreibung für Planungsleistungen wird demnächst erfolgen. Das Ergebnis könnte im Frühjahr bereits auf dem Tisch liegen. Sollten im Ergebnis dieser Planungsphase die Investitionskosten über die 16 Millionen Euro und den prognostizierten Zuschussbedarf für die ersten beiden Betriebsjahre über 600 000 Euro (ohne Abschreibung und Kapitaldienstkosten) liegen, wird das Vorhaben nicht umgesetzt.

Einschränkungen im Freibad befürchtet

Der Stadtrat hatte schon in einer früheren Sitzung beschlossen, dass das Freibad so lange wie möglich geöffnet bleibt. Allerdings deutete der Oberbürgermeister an, dass es künftig aus personellen Gründen noch weitere Einschränkungen bei den Öffnungszeiten geben kann. Es sei möglich, dass es künftig zwei Schließtage gibt. Bereits seit zwei Jahren gibt es für die wenige Monate dauernde Saison bereits montags den Schließtag.

Stadträte nicht einig

Vor allem die Freie Wählergemeinschaft (FWG), ein vehementer Kritiker des Projekts, hatte unter anderem aus Kostengründen wiederholt gemahnt und zuletzt erneut einen Bürgerentscheid beantragt, was in der Sitzung am Donnerstag von der Mehrheit des Stadtrates abgelehnt wurde. SPD-Fraktionsvize Rüdiger Kleinke warf FWG-Chef Uwe Bernhardt unter anderem Polemik vor. Er arbeite mit Scheinargumenten, verbreite Un- und Halbwahrheiten, teilweise könne man ihm „das Theater“ nicht abnehmen, so die klaren Worte des SPD-Mannes. Auch die CDU betonte, dass es die Aufgabe der Stadträte sei, Delitzsch zu entwickeln. Mit dem neuen Bad werde unter anderem der Stadtteil Delitzsch Nord aufgewertet.

Von Christine Jacob

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