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Delitzsch Baustart an der Schmiede in Badrina
Region Delitzsch Baustart an der Schmiede in Badrina
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00:21 09.09.2017
Die Mitarbeiter der auf Lehmbau spezialisierten Oschatzer Firma haben die Schmiede fest im Griff. Quelle: Christine Jacob
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Badrina

Die Sägen kreischen, es wird gehämmert, die Holzspäne fliegen, Staub legt sich auf alles rund ums Haus und überall steht Werkzeug herum. Paradiesische Zustände für Peter Rott und Bärbel Westphal. Mit Lächeln im Gesicht schauen sie auf den Dreck der Bauarbeiten. Endlich passiert was an der alten Schmiede Badrina.

Bärbel Westphal und Peter Rott wollen mit dem Verein die Schmiede zu altem Glanz führen (Archivbild). Quelle: Christine Jacob

Das Denkmal im Schönwölkauer Ortsteil wird dank des vor gerade einmal drei Jahren gegründeten Fördervereins erhalten. Peter Rott ist der Vereinsvorsitzende, die Schmiede war immer im Besitz der Familie von Bärbel Westphal. Erst mussten Förder- und Spendengelder aufgetrieben werden, die Fördermittelbestimmungen sehen vor, dass nicht vorzeitig ein Baustart erfolgen kann und so musste bis jetzt abgewartet werden. Entstehen soll ein Denkmal, das ein Treffpunkt auf dem Land ist, Museum und Veranstaltungen verbindet, Bildungsangebote für Kinder schafft und Geschichte lebendig hält. Das Haus in der Leipziger Straße von Badrina ist eine der wenigen fast original erhaltenen Dorfschmieden. Bis in die 1950er-Jahre wurde der erstmals 1634 erwähnte Bau als Huf- und Wagenschmiede betrieben. Im Erdgeschoss ist der alte Schmiedeofen erst einmal abgetragen und die Wand mit neuem Lehm versehen. In zumindest einer Ecke des Obergeschosses werden neue Balken zur Abstützung gezogen, die marode Außenwand wieder ertüchtigt. 10 000 Euro Zuwendung kamen für diese Arbeiten von der Unteren Denkmalschutzbehörde, 7000 Euro bringt der Verein noch einmal selbst auf. Wenn die Bauarbeiter in etwa drei Wochen fertig sind, wird der Verein etliches in Eigenleistung stemmen – das Schmiedefeuer wieder aufbauen, die Werkzeuge an ihren alten Platz bringen. Ein Schmied aus Kyhna hilft dabei und saniert Teile.

„Das ganz große Projekt haben wir aber noch vor uns“, stellt Peter Rott klar. Auch das Tragwerk, das Dach und das Fachwerk müssen saniert werden, um die Schmiede vor dem Verfall zu bewahren. „Das wird aber nicht in Einzelmaßnahmen, sondern nur in einem Ruck gehen“, betont der Vereinschef. Wieder wird es jede Menge Fördergelder brauchen, um dies zu schaffen. Der Plan ist es, diese große Sanierungsmaßnahme 2018 anzupacken. Der Förderverein setzt auf Öffentlichkeit, organisiert immer wieder Veranstaltungen rund um die Schmiede. Auch zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag wird das Haus ab 13 Uhr präsentiert.

Von Christine Jacob

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