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Delitzsch Begeistert von Delitzsch - Dietrich Eichenberg startet als Vikar
Region Delitzsch Begeistert von Delitzsch - Dietrich Eichenberg startet als Vikar
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14:22 19.05.2015
Dietrich Eichenberg, der neue Vikar in Delitzsch auf der Mühlgrabenbrücke in der Breiten Straße. Quelle: Christine Jacob
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Delitzsch

Und genau diese Vielfalt ist, was er zum Beruf machen möchte. Der 27-Jährige will Pfarrer werden. Jetzt ist er der neue Vikar der evangelischen Gemeinde - ein Lehrling fürs Pfarramt sozusagen. Wobei noch die drei Jahre sogenannte Entsendezeit kommen würden, bevor tatsächlich der Status Pfarrer erreicht ist. Zweieinhalb Jahre Vikariat sind zunächst zu absolvieren. Seit September zählt Dietrich Eichenberg, der aus Stendal stammt, so nun zu den Mitarbeitern in der Delitzscher Gemeinde. Delitzsch, sagt er, ist ein Glücksfall. Nach der Bewerbung bei der zuständigen Landeskirche, die auch Randgebiete von Sachsen und Brandenburg vertritt, wurde ihm diese Stelle gegeben, die sich gut mit der Familie verbinden lässt. Studiert hat er in Leipzig, wo er lange seinen Lebensmittelpunkt hatte. In der Messestadt besucht seine Frau weiterhin die Uni, wird Lehrerin für Ethik und Englisch. Sie kann nun unkompliziert pendeln, die Familie ist nach Delitzsch gezogen, denn als Vikar hat man Residenzpflicht. "Das geht ganz gut, man kann Familie und Beruf verbinden", meint Eichenberg. Seit September ist der zweifache Vater in der Stadt, allerdings standen bislang vor allem Schulaufenthalte und Kurse für ihn an. Schülern des Gymnasiums, wo er Religion unterrichtet, ist er schon bekannt. Die pädagogische Arbeit schätzt er. "Die Schule macht mir großen Spaß, man arbeitet sehr intensiv an sich selbst", so der 27-Jährige. "Ich will Kompetenzen ausprobieren und ausbilden, es ist ja eine Lernzeit", blickt der Vikar auf seine im März beginnende Gemeindearbeit.

Der Berufswunsch Pfarrer kommt nicht von ungefähr, Dietrich Eichenberg strebt dies nun in der fünften Generation an. "Das prägt natürlich in die Richtung", sagt er. Ausschlaggebend aber sei der eigene Glaube und der Wunsch, den eigenen Glauben weiterzugeben. Nach dem Abitur hat er zunächst Tischler gelernt, obwohl da schon klar gewesen sei, in welche Richtung es eigentlich gehen soll. Sechs Jahre Studium später ist der nächste Schritt also gemacht. Später könne er sich einen musikalischen Schwerpunkt für die Arbeit denken. Er spielt Cello und Posaune, ist bereits dem hiesigen Posaunenchor beigetreten und will mit dem Kantor zusammenarbeiten.

Delitzsch ist für die Familie Eichenberg ein liebenswerter Ort. Das Kleinstadtleben habe viele Vorteile: "Die persönlichen und leicht zu knüpfenden Kontakte, sind das Schöne an Kleinstädten", schildert der Neu-Delitzscher. Hier sei er beim Bäcker nicht nur irgendein Kunde in der Schlange, sondern oft einer, mit dem noch fix ein nettes persönliches Gespräch geführt wird. Noch gut zwei Jahre kann Dietrich Eichenberg nun mit seiner Familie dieses Kleinstadtleben genießen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.03.2015
Christine Jacob

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