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Behördenmühlen mahlen: EU-Gelder fürs Delitzscher Land lassen auf sich warten

Behördenmühlen mahlen: EU-Gelder fürs Delitzscher Land lassen auf sich warten

Die Aussicht ist verlockend: mehr als 10,4 Millionen Euro sollen in den nächsten fünf Jahren ins Delitzscher Land fließen. Stichwort: Leader-Förderung. Die monetäre Unterstützung der Europäischen Union soll den ländlichen Raum stärken - von Wiedemar bis Zschepplin, von Löbnitz bis Rackwitz.

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Quelle: orivat

Delitzsch. Rund 400 Bewerbungen um Projektmittel liegen inzwischen vor. Allerdings ist noch Geduld gefragt: Frühestens im vierten Quartal können die ersten Gelder ausgezahlt werden.

Im Moment mahlen noch die Behördenmühlen. Der Verein Delitzscher Land, der sich vor Ort um die Lenkung der Mittel kümmert, wartet auf die endgültige Bestätigung, dass es losgehen kann. Wie berichtet, erarbeitete der Verein vergangenes Jahr zusammen mit vielen weiteren Akteuren die sogenannte Leader-Entwicklungsstrategie (LES), die festschreibt, wofür die Förderung in der Region verwendet werden darf, welche Ziele es gibt. Im Januar wurde die LES beim sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium eingereicht. "Am 22. April erkannte das Ministerium unsere Strategie offiziell an, jedoch mit Auflagen", schildert Vereinsvorsitzender Matthias Taatz. Es handele sich im Grunde nur um Formalien. "Einige Fördermaßnahmen sollen noch genauer definiert werden. Wir hatten einige Punkte zunächst etwas offener gefasst, um mehr Entscheidungsspielraum zu haben." Die LES werde gerade überarbeitet, dann erneut eingereicht. "Wir hoffen auf die endgültige vorbehaltlose Genehmigung etwa Mitte Juli", so Taatz.

Danach wird es konkret. Eine Vielzahl an Projektideen ist zu sichten und zu bewerten - nicht alles auf einmal, sondern Schwerpunkt für Schwerpunkt: Wirtschaft und Arbeit, Tourismus und Erholung, Mobilität und technische Infrastruktur, Natur und Landschaft sowie Wohnen, Versorgung und bürgerschaftliches Engagement. Außerdem ist die Fischereiwirtschaft förderfähig - ein Wirtschaftszweig, der in dieser Form im Delitzscher Land nur schwach ausgeprägt ist, jedoch auf Wunsch des Umweltministeriums entwickelt werden soll. Zusätzlich zu den 10,4 Millionen Euro stehen dafür weitere 325 000 Euro zur Verfügung. Im Neuseenland kommt dabei insbesondere die Kombination aus Fischerei und sanftem Tourismus infrage.

Mit welchen Vorhaben begonnen wird, darauf will man sich im Verein noch nicht festlegen. Fakt ist, dass eine Mammutaufgabe bevorsteht. Jeder Schwerpunkt ist wiederum mit verschiedenen Fördermaßnahmen untersetzt. Die Millionen sind entsprechend aufzuteilen - unabhängig davon, für welchen Bereich es die meisten Interessenten gibt. Dabei kristallisiert sich durchaus ein Nachfrage-Spitzenreiter heraus: die privaten Wohnbauvorhaben. Viele Familien zum Beispiel, die ein vom Verfall bedrohtes Häuschen auf dem Lande sanieren wollen, erhoffen sich Zuschüsse, weil ihr Bauvorhaben der Entwicklung des Dorfes dient.

Antworten, wer zum Zuge kommt, gibt es aber eben erst in ein paar Monaten. Nach derzeitiger Planung soll im September erstmals das Entscheidungsgremium des Delitzscher Landes zusammenkommen, über einen ersten Schwung von Projekten beschließen. Danach ist das Landratsamt gefragt: Die Bewilligungsbehörde gibt für jedes Vorhaben die finale Genehmigung. Und wer jetzt noch nichts eingereicht hat, muss sich nicht sorgen: Zu jeder Fördermaßnahme soll es noch einen separaten Aufruf geben. Berücksichtigt werden auch alle vorab eingegangenen Bewerbungen.

Wer Fragen hat, kann sich schon jetzt melden: unter 034202 35471 oder info@delitzscherland.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.06.2015
Kay Würker

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