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Delitzsch „Bei Debatten im Stadtrat hält er sich raus“
Region Delitzsch „Bei Debatten im Stadtrat hält er sich raus“
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18:27 03.01.2010
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Delitzsch

Die beiden Christdemokraten Mathias Plath und Dietmar Wildführ äußerten sich dabei auch kritisch gegenüber Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Während der Haushaltsdebatte Mitte Dezember hatte Dietmar Wildführ, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Delitzscher Stadtrat, bereits ein Mehr an Vereinsförderung und eine stärkere Berücksichtigung des Kinder- und Jugendsports im kommunalen Etat für 2010 angemahnt. Die hierfür eingestellten 16000 Euro würden sich bei 1800 Nachwuchsathleten geradezu verlieren (wir berichteten). Für Wildführ und seinen Parteifreund Mathias Plath, den obersten Christdemokraten der Loberstadt, ist das Thema ein heißes Eisen, „denn viele Klubs haben finanziell arg zu knabbern, können den Spielbetrieb gerade noch so aufrechterhalten. Dabei leisten sie eine immens wichtige Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit.“ Mitunter könnten die Mieten für die Hallen im Stadtgebiet nur mit letzter Kraft aufgebracht werden. Die Partei hat deshalb eine „Richtlinie zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit der Vereine in der Großen Kreisstadt Delitzsch“ eingebracht. Darin schlägt sie vor, den Vereinen für jedes kindliche oder jugendliche Mitglied einen Zuschuss in Höhe von 20 Euro zu gewähren. Die Richtlinie wurde längst in Form eines Antrags an den Ausschuss für Schule, Kultur und Soziales weitergereicht. Am 12. Januar soll darüber in nicht öffentlicher Sitzung debattiert werden. „Wir hoffen, dass das Thema dann im Februar auf der Tagesordnung des Plenums steht“, sagte Wildführ. Er und Stadtverbandschef Plath wissen zwar darum, dass es ähnliche Überlegungen auch im Rathaus gibt, „doch die Zeit ist reif, die Verwaltung mal ein wenig unter Druck zu setzen“, betonte Plath. Bei ihm und vielen Parteifreunden sei der Eindruck entstanden, „dass sich die Stadtführung, insbesondere der Oberbürgermeister, oft sehr zurückhält, wenn es um klare Positionen geht. Bei Debatten im Stadtrat hält er sich meistens raus.“ Mitunter komme es in Ausschüssen sogar vor, dass die Verwaltung ihre Linie von jetzt auf gleich ändere. „Plötzliche Meinungsumschwünge soll es ja geben, aber dann müssen die Gremien mitgenommen und nicht im Unklaren zurückgelassen werden“, findet Plath, der mit konkreten Beispielen bewusst hinterm Berg hielt. „Ich will zu Beginn des neuen Jahres kein Porzellan zerdeppern, aber wir müssen wirklich schauen, dass wir nicht reden, reden, reden und am Ende kommt für die Bürger nichts heraus.“  

Dominic Welters

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