Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Bei Reparaturen am meisten gelernt
Region Delitzsch Bei Reparaturen am meisten gelernt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:48 26.07.2010
Anzeige

Das Stimmengewirr aus deutschen, englischen und bulgarischen Lauten ist nicht zu überhören. „Wir sind dabei, uns zu finden", sagte Projektchef Elk Messerschmidt. Und diese Aussage darf ruhig weitergefasst werden. Zum einen müssen die deutschen Mädchen und Jungen sich mit den Bulgaren verständigen. Das geschieht überwiegend in Englisch – natürlich eine Herausforderung in der schulfreien Zeit. Tador, ein junger Mann, ist der Einzige aus der Delegation aus Chepelare, der sich auch in Deutsch unterhalten und übersetzen kann. Er könne aber nicht überall sein, hieß es. Die Schüler sind damit auf sich selbst angewiesen, um miteinander zu kommunizieren. „Die Gäste sind Schüler eines forsttechnischen Gymnasiums", erklärt Messerschmidt. Die angehenden Forstingenieure aus Tschepelare, im Süden Bulgariens und im zentralen Teil der Rhodopen, brachten viel Neugier mit nach Rabutz. Bei weitem nicht alles an Wissensdurst konnte in den 16 Tagen des Aufenthaltes gestillt werden. „Wir haben es aber versucht", so Messerschmidt, der auch jetzt seinen Prinzipien treu bleibt.

Es wurde an konkreten Projekten gearbeitet, die sowohl Wissen als auch handwerkliches Geschick verlangen. So lernten die bulgarischen Jugendlichen, darunter auch zwei Mädchen, zum Beispiel alle Fahrzeuge kennen, die über die Jahre in den Werkstätten in Rabutz entstanden. Darunter natürlich auch die elektrisch betriebenen Rennwagen. Im Zuge der Wartungs- und Reparaturarbeiten durften sich die Gäste sehr intensiv mit den Konstruktionen beschäftigen. Insbesondere die Antriebe und die elektronischen Steuerungen an den Fahrzeugen hätten es den Bulgaren angetan. Intensiv hatten sie sich damit beschäftigt, die Funktionsweise zu ergründen. „Alle war sehr offen und interessiert, mehr zu erfahren", teilte Messerschmidt mit. Und bei der Reparatur der Fahrzeuge – „die habe ich extra gesammelt", so Messerschmidt– lernten die Gäste am meisten. Die Möglichkeiten, erneuerbare Energien zu nutzen, um zum Beispiel die Akkus der Rennwagen zu laden, habe die Gäste vollends überzeugt. Hand legten sie unter anderem an, als auf dem Formel-E-Gelände eine Solartankstelle entstand. 

Der Projektleiter bot seinen Gästen natürlich auch einen Blick über Rabutz hinaus an. Es gab eine Stadtführung in Halle, einen Besuch des Haynaer Strandes und vieles mehr. Eine solche Zusammenarbeit wünschte sich Messerschmidt auch mit hiesigen Schulen und Gymnasien.

Möglich gemacht hat diesen internationalen Workshop die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit mit Sitz in Frankfurt/Main, aber auch der Verein Delitzscher Land und die Gemeinde Wiedemar. Letztere unterstützten maßgeblich den Ausbau des Dachgeschosses im Dorfgemeinschaftshaus. Seit dem gibt es angemessene Übernachtungsmöglichkeiten (wir berichteten).

Ditmar Wohlgemuth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Lemsel. Im vergangenen Jahr machte Gerd Martin mit seiner Firma Caralux in der Gemeinde Rackwitz von sich reden, als er moderne, mit LED-Modulen bestückte Straßenlampen für den Ortsteil Zschortau lieferte.

25.07.2010

Benndorf. Es ist vollendet: Das Benndorfer Feuerwehr-Gerätehaus wurde übergeben. Am Freitagabend geschah das mit einem offiziellen Teil und am Sonnabend waren alle Benndorfer zum Tag der offenen Tür eingeladen.

25.07.2010

Delitzsch. Der große Appell auf dem Antreteplatz in der Feldwebel-Boldt-Kaserne am Donnerstagnachmittag war durchaus gerechtfertig.

23.07.2010
Anzeige