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Delitzsch Bekommt Delitzsch einen Spielplatz mitten auf dem Markt?
Region Delitzsch Bekommt Delitzsch einen Spielplatz mitten auf dem Markt?
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07:00 17.10.2017
Vorgesehen ist ein Themenspielplatz auf dem Markt (Montage). Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Die Unterlagen sind eingereicht, jetzt gilt es die Daumen zu drücken: Delitzsch macht beim sachsenweiten Städtewettbewerb „Ab in die Mitte“ unter dem Motto „Unsere Stadt: alte Räume – neu Nutzung“ mit, um Geld für die Marktplatzumgestaltung zu gewinnen. Kern der Delitzscher Bewerbung: Belebung durch Kinder, sie werden der Dreh- und Angelpunkt für neue Räume.

Delitzscher Markt ist keine Mitte

Der Delitzscher Markt – eigentlich ja Mittelpunkt einer Stadt – ist genau das schon lange nicht mehr. Der Frischemarkt vor dem Rathaus am Dienstag und Donnerstag hat einen schweren Stand. Das Leben in Delitzsch pulsiert generell eher am Bahnhof und den dortigen Geschäften, am Markt herrscht Ruhe und mitunter Tristesse. „Der Marktplatz präsentiert sich einfach und lädt nicht zum längeren Verweilen ein“, heißt es ganz offen in den Wettbewerbsunterlagen. Das soll sich ändern, der Platz wieder belebt werden. Die Stadt setzte dazu auf Bürgerbeteiligung, lud im Sommer zum öffentlichen Workshop mitten auf dem Markt. Klar wurde: Die Händler hätten gerne einen neuen Impuls- und Frequenzbringer im Zentrum, wünschen einen Anziehungspunkt. Ein belebter Markt bringt eine positive Sogwirkung für die oft verwaiste Breite Straße und weitere Innenstadtbereiche. Ideen von Bürgern und Ideen aus dem Rathaus wurden in einen Topf geschmissen, am Ende nun steht die Bewerbung für „Ab in die Mitte“, wo ein Preisgeld in Höhe von bis zu 30 000 Euro winken kann. Zudem gibt es für herausragende Projekte weitere Preisgelder, die wiederum für Neugestaltungen im Bereich Licht oder WLAN eingesetzt werden können.

Spielplatz als Treffpunkt

Vorgesehen ist dank „Ab in die Mitte“ für den Platz vor dem Rathaus vor allem die Installation eines Themenspielplatzes. „Das kindliche Spiel soll einmal mehr Grundlage des Lernens und der Erfahrung sein“, so Wirtschaftsförderer Alexander Lorenz. Aber auch zusätzliche Maßnahmen zur Entwicklung des Marktplatzes sind angedacht. Die Ideen reichen von Änderungen der Verkehrsführung über Sitzgelegenheiten bis hin zu Touristeninformationen sowie neue Veranstaltungen und Höhepunkte. Die Stadtmarke „Delitzsch – Stadt der Türme“ soll laut Verwaltung bei der Installation immer im Fokus stehen. „Der Marktplatz erhält dadurch eine deutliche Aufwertung und wird als neue Mitte wahrgenommen“, so Alexander Lorenz. Herauskommen soll ein aufgewerteter Handelsort und ein Ort der Begegnung für alle Generationen.

Braucht Delitzsch einen Spielplatz auf dem Markt?

Bestandteil der Bewerbung bei „Ab in die Mitte“ ist die Umgestaltung des Marktplatzes unter anderem mit einem Spielplatz. Was halten die Bürger davon?

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Bekäme Delitzsch einen Spiel- auf dem Marktplatz sollen die bisherigen Wochen- und Themenmärkte wie der beliebte Frühlings- und Genussmarkt oder auch der Adventsmarkt dennoch weiter auf dem Areal vor dem Rathaus stattfinden. Den Markttreibenden und auch den Händlern mit festen Geschäften vor Ort winken immerhin neue Kunden durch die Belebung. Die Neugestaltung würde ohnehin etappenweise erfolgen. Vorstellbar ist laut dem Wirtschaftsförderer, dass die Planungen ab dem Jahr 2018 beginnen.

Angedacht für den Markt sowie weitere Bereiche der Innenstadt sind auch kostenfreie WLAN-Zonen. Das digitale Angebot soll Gäste und neue Zielgruppen locken – als im Sommer 2016 das Spiel „Pokémon Go“ ganz groß in Mode war, konnte man schon einmal sehen, wie „belebt“ der Markt nur durch Smartphones werden kann, weil sich etliche Jugendliche allabendlich dort versammelten.

Delitzsch schon einmal erfolgreich

Zudem, so der Wirtschaftsförderer, eignet sich der Wettbewerb „Ab in die Mitte“ dafür, auf Delitzsch aufmerksam zu machen. Eine Jury wird über die Preisträger entscheiden, gekürt werden sollen sie Ende November in Plauen. Schon einmal war Delitzsch erfolgreich im Wettbewerb und kam so zur Radstation auf dem Roßplatz.

Von Christine Jacob

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