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Besucher informieren und für touristische Ziele begeistern

Besucher informieren und für touristische Ziele begeistern

Mit einer gezielten Lenkung von Besucher in der Bergbaufolgelandschaft rund um Delitzsch sollen Konflikte zwischen touristischer Nutzung und Planung sowie Belangen des Naturschutzes gemindert beziehungsweise vermieden werden.

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So wird die Infotafel aussehen, die in der Goitzsche an der Weggabelung zwischen Neuhauser und Paupitzscher See geplant ist. Sie weist auf die schutzwürdigen Lebensräume, die Tiere und Pflanzen, die darin vorkommen, hin und gibt Besuchern Verhaltensregeln vor. Grafik: bgmr Landschaftsarchitekten

Quelle: hofmayers

Kreisgebiet. Dafür hat der Landkreis in Zusammenarbeit mit den Kommunen und dem Verein Delitzscher Land ein Konzept erarbeitet, das nun sukzessive umgesetzt werden soll.

In der ehemaligen Bergbaulandschaft nördlich von Leipzig wird seit den 1990er-Jahren an einer Nachnutzung gearbeitet. Neben Potenzialen für touristisch und wassersportliche Aktivitäten haben viele Flächen an den Seen für den Naturschutz besonderen Wert. So liegen beispielsweise der Neuhauser und der Paupitzscher See im europäischen Vogelschutzgebiet "Goitzsche und Paupitzscher See" und der Werbeliner See gehört zum rund 6000 Hektar großen Spa-Gebiet "Agrarraum und Bergbaufolgelandschaft Delitzsch", in dem Vögel ebenfalls besonderen Schutz unterliegen.

Im Prinzip gehe es darum, Besucher von außen nach innen zu führen, sie zu informieren, wo es was in der neu entstandenen Seenlandschaft gibt und wie man dorthin gelangt, erklärt Uta Schladitz, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung in Nordsachsen. Dazu sollen insgesamt 181 Wegweiser, 42 Informationstafel und 24 Begrüßungsschilder aufgestellt werden. Diese Schilder und Tafel vermitteln den Besuchern, was sie in den Gebieten erwartet, was sie dort unternehmen können, was sie dürfen, welche Besonderheiten es gibt und was zum Schutz der Natur zu beachten ist.

Allein im Umfeld des Schladitzer Sees sind 14 Wegweiser, 2 Begrüßungsschilder und 7 Infotafeln geplant. So soll beispielsweise eine Tafel am Rackwitzer Bahnhof inklusive einer Übersichtskarte über die Aktivitäten am Schladitzer See informieren. Vom Bahnhof leiten Wegweiser den Besucher zu dem Gewässer, wo er auf einem Begrüßungsschild mit Piktogrammen erfährt, dass es dort, unter anderem Parkplatz, gastronomische Einrichtungen, Möglichkeiten für Wassersport und anderes gibt. Weitere Schilder im Umfeld des Sees zeigen den Weg zur Schladitzer Bucht, zum Biedermeierstrand oder zu den Wander- und Radrouten. Auf ähnliche Weise sollen Besucher von Radefeld/Hayna aus zum See geführt werden.

"In einem ersten Schritt sind zunächst 25 Info-Tafeln an allen Seen rund um Delitzsch geplant. Dazu wird jetzt der Fördermittelantrag gestellt. Sobald die Zuschüsse bewilligt sind, soll das Vorhaben umgesetzt werden", sagt Uta Schladitz. Die Tafeln werden thematisch unterschiedlich gestaltet. Einige informieren über touristische Angebote und den Naturschutz an den See. Andere berichten über verlorene Orte wie Grabschütz, Kattersnaundorf oder Paupitzsch. Ebenso spielen die Geschichte des Braunkohlentagebaus und die Flutlandschaft 2002/2013 eine Rolle.

In Schutzgebieten wie am Werbeliner und Paupitzscher See soll insbesondere auf die Artenvielfalt, die Sensibilität der verschiedenen Arten und auf die sich daraus ergebenden Beschränkungen für die Besucher hingewiesen werden. So wird auf den Tafeln appelliert, dass das Verlassen der Wege sowie das Reiten und das Führen von Gespannen im Schutzgebiet nicht zulässig ist, Hunde sind an der Leine zu führen, das Baden und das Befahren des Gewässers ist nicht gestattet. "Mit dem Besucherlenkungskonzept sollen auf Freiwilligkeitsbasis die Schutzziele umgesetzt werden", so der nordsächsische Umweltdezernent Ulrich Fiedler. Entsprechend zielt die Konzeption darauf ab, Besucherströme explizit in die touristischen Zielgebiete zu leiten. Empfindliche Naturräume sollen weniger stark frequentiert bleiben. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.05.2015
Thomas Steingen

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