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Delitzsch Beuden soll Spielplatz bekommen
Region Delitzsch Beuden soll Spielplatz bekommen
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20:50 21.03.2012
Hier soll der neue Spielplatz für Beuden entstehen und später mit den Kindern mitwachsen. Quelle: Christine Jacob
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Beuden

Dort soll ein Spielplatz zum Mitwachsen entstehen.

„Wir sind ja nun einmal nur ein kleines Dorf, aber eine sehr gute Gemeinschaft“, betont Jörg Krause. Der 38-Jährige ist vor drei Jahren aus Leipzig in den Krostitzer Ortsteil gezogen und heute Vorsitzender des Bürgervereins Beuden. Im Sommer 2010 fanden sich Krause und einige Dorfbewohner zusammen, um zu beraten, wie das spielplatzlose Beuden zur einladenden Landschaft für ihre Kinder werden kann. Seit einem Jahr knapp besteht der Verein offiziell, zählt mittlerweile 14 Mitglieder. Ihr Hauptziel ist der Spielplatz. „Bei rund 130 Einwohnern kommen wir immerhin auf einen Kinderanteil von 22 Prozent und die Kinder brauchen ihren Platz“, betont der Sozialpädagoge.

Der Platz ist inzwischen an der Mocherwitzer Straße, der alten Kläranlage, gefunden. „Als Spielplatz ist das ideal, weil das Gelände umzäunt und sehr groß ist“, schildert der 38-Jährige. In Zeiten knapper Kassen kommt das Geld für den Spielplatz nicht aus der Gemeinde, sondern der Vereinskasse – deutlich mehr als 3000 Euro werden sie für die Errichtung des Platzes brauchen, schätzt der Vorsitzende. „Wir haben wenig Geld und brauchen viel Einsatz. Die Gemeinde unterstützt uns aber vor allem bei der Organisation, konnte uns einen Spielturm zur Verfügung stellen“, lobt der Familienvater, „aber es ist ja unser Dorf“. So sei eben Eigeninitiative gefragt. Und die Kinder: „Sie wünschen sich eine Inliner- oder Radstrecke, perspektivisch denken wir auch über eine Art Kletterlandschaft nach“, erzählt Jörg Krause.

Denn der Spielplatz, wie ihn sich der Bürgerverein denkt, soll einer zum Mitwachsen sein und sich künftig ständig wandeln und damit den Bedürfnissen des Nachwuchses anpassen. „Jetzt haben wir viele Kinder, in zehn Jahren ist das erst einmal anders“, schätzt der Vereinschef. Dann seien aus den heutigen Kindern Jugendliche geworden. Und auch die bräuchten ihren Platz: „Der Spielplatz könnte dann Treffpunkt der Jugendlichen sein, statt irgendwo an einer Bushaltestelle zu sitzen.“ Das einstige Pumpenhaus auf dem Spielplatzareal könnte so zum Jugendklub werden. Um Vandalismus und Chaos müsse man sich dann aber wohl kaum Sorgen machen, glaubt der Familienvater: „Weil sie das Areal schon lange kennen und damit aufwachsen, die Arbeitseinsätze miterleben und mitmachen, werden die Jugendlichen dort kaum randalieren.“ In den kommenden Monaten wollen die Beudener alle Kraft in den Spielplatz stecken, ihn 2012 fertigstellen. Das nächste Projekt wartet schon: „Am Teich muss auch was passieren."

Christine Jacob

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