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Delitzsch Beudener sind zu einer dörflichen Gemeinschaft zusammengewachsen
Region Delitzsch Beudener sind zu einer dörflichen Gemeinschaft zusammengewachsen
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10:36 09.03.2017
Dirk Lajewski, Jana Krause und Mandy Grund (von links) dürfen sich über das Geschaffene freuen. In diesem Jahr haben die Mitglieder des Bürgervereins den Volleyballplatz fertiggestellt.  Quelle: Thomas Steingen
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Beuden

 Was ist eigentlich los auf dem Lande? Was wird geredet im Dorf? Was bewegt die Menschen? Die LVZ-Serie Unterwegs in ... zeigt es.

Ganze 115 Einwohner, davon aber 31 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, zählt der Ort Beuden, der zur Gemeinde Krostitz gehört. Es ist ein kleines beschauliches Dorf, in dem aber verhältnismäßig viele junge Familien leben. „Wir sind das schönste und ruhigste Dorf Sachsens“, schwärmen Mandy Grund und Dirk Lajewski vom Vorstand des Bürgervereins Beuden, als ich mich mit ihnen zum Ortsrundgang treffe. Mit dabei auch Ortsvorsteherin Jana Krause und Saskia Jeremiasch, die mit ihrer Familie erst kürzlich ein Haus in Beuden gebaut hat – der Ruhe, der Kinder und der Idylle wegen.

LVZ-Serie "Unterwegs in..."

Alle Texte im Überblick!

Perspektive durch Zuzug

Überhaupt gibt es viele neue Einfamilienhäuser hier, weil viele Zugezogene heute in Beuden leben. Der Ort sollte einst der Kohle weichen. Als ihm aber dieses Schicksaal erspart blieb, wuchs die Einwohnerzahl von noch 20 auf die heutige Größe. Und „die hier leben, sind zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen“ schildert Dirk Lajewski, der in den 1990er-Jahren nach Beuden gezogen ist und es keinen Tag bereut hat.

Obwohl der Ort sehr klein ist, stellen seine Einwohner viel auf die Beine. In Lauf-, Yoga-, Rad-, Fußball- und Volleyballgruppen treiben sie gemeinsam Freizeitsport. Nicht selten treffen sich sonntags um die 30 Leute auf dem Gelände des Bürgervereins zum Fuß- und Volleyball spielen. Auch die Seniorengruppe unternehme viel, ergänzt die Schatzmeisterin des Vereins Mandy Grund. Jedes Jahr im Mai organisieren sie einen Straßenflohmarkt, am 30. April gibt es ein Walpurgisnachtfeuer und im November wird das Halloweenfest mit Fackelumzug gefeiert.

Zentraler Treffpunkt

Aus gehen diese Aktivitäten vom Bürgerverein, in dem sich viele Beudener einbringen. Die Idee für die Gründung des Vereins hat der heutige Vorsitzende Jörg Krause ins Dorf getragen. Unterstützung gibt es auch von der Gemeinde. So konnte der Verein das Gelände der ehemaligen Biokläranlage von der Kommune kostenfrei pachten. Dort schufen sich die Beudener mit Vereinhaus, Fußballplatz und Spielgeräten in Eigeninitiative einen zentralen Treffpunkt, obwohl dieser etwas außerhalb liegt. Das Volleyballfeld ist erst dieses Jahr fertiggestellt worden. Nur ein ordentlicher Stromanschluss fehlt für das Gelände noch, denn beim Rückbau der Kläranlage ist dieser weggekommen. So bleibt dies ein offener Wunsch und die Zuversicht, dass die Gemeinde dies erledigen wird. „Viel können wir selbst leisten, doch manche Dinge gehen ohne die Gemeinde nicht“, sagt Jörg Krause, der die Zusammenarbeit mit der Verwaltung aber lobt. Am Herzen liegt ihm ebenfalls, dass irgendwann mal ein beleuchteter Fußweg bis zum Vereinsgelände gebaut werden könnte. „Das wäre dann das Absolute“, so der Vereinschef.

Bereits erschienen:

Wölkaus Nachrichten-Zentrale, 7. Juli

Kanalbau in Hohenprießnitz, 16. Juli

Lemsel sucht Anschluss, 18. Juli

Politiker am Open-Air-Stammtisch in Gotha, 24. Juli

Brodauer machen es sich schön im Dorf, 26. Juli

Von Thomas Steingen

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