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Delitzsch Bitterfelder Straße in Delitzsch wird gut angenommen, birgt aber auch Gefahren
Region Delitzsch Bitterfelder Straße in Delitzsch wird gut angenommen, birgt aber auch Gefahren
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09:29 26.10.2016
Am Roßplatz/Ecke Marienstraße montieren Steffen Kintzel (vorn) und Andreas Schattling Fahrradbügel. Quelle: Thomas Steingen
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Delitzsch

Die Bitterfelder Straße in Delitzsch wird nach dem erfolgten grundhaften Ausbau und der Verkehrsfreigabe am 7. Oktober ausgiebig genutzt. Mehrheitlich äußern sich Delitzscher positiv zum Ergebnis dieses für die Stadt wichtigen Straßenbauvorhabens. Gefühlt rollt der Verkehr zügiger und teils auch schneller auf dieser Magistrale als vorher. Weil es so gut rollt, sind Kraftfahrer in der Pflicht, die zugelassene Höchstgeschwindigkeit einzuhalten. Wegen des dichten Verkehrs erfordert es erhöhte Aufmerksamkeit beim Auffahren auf die Magistrale, denn nicht überall sind die Sichtverhältnisse mit dem Ausbau und der teils geänderten Straßenführung besser geworden. So ist beispielsweise die Fußgängerampel auf Höhe Gymnasium für Kraftfahrer, die aus dem Schäfergraben kommen, schwieriger einzusehen, weil der Übergang offenbar etwas näher an die Einmündung gerückt ist. Zeigt die Ampel Rot, ist ein Auffahren auf die Bitterfelder Straße kaum möglich.

Durchgangsverkehr

Zu beobachten ist auch, dass der überörtliche Verkehr nun diese Verbindung durch die Stadt wieder wählt, statt diese zu umfahren. Vor allem Pendler zwischen Bitterfeld und Leipzig nutzen diese kürzere Verbindung – ein Effekt, den die Stadtoberen eigentlich nicht beabsichtigt haben.

Mancher wünscht sich deshalb die abgebaute Ampel an der Kreuzung Bitterfelder/Sachsenstraße zurück, weil es zur Hauptverkehrszeit kompliziert sei, als Fußgänger die Bitterfelder Straße zu überqueren. Insbesondere sind Kinder betroffen, deren Schulweg vom Wohngebiet Sandmark über die Bitterfelder Straße in den Delitzscher Norden führt.

Derweil neigen sich auch die restlichen Bauarbeiten dem Ende entgegen. In der vergangenen Woche sind im Bereich Roßplatz/Einmündung Marienstraße die letzten Fußwege und Stellflächen gepflastert und die Bushaltestelle in der Marienstraße komplettiert worden. Derzeit läuft die Montage der Fahrradbügel. 30 Stück sind entlang der Ausbaustrecke vom Nord- bis zum Roßplatz geplant. Die abschließenden Pflanzarbeiten sind in den Monaten November und Dezember angekündigt. Mit den bereits in den ersten Abschnitten neu gepflanzten Bäumen wird die Straße insgesamt 58 junge Bäume erhalten. „So viele haben dort noch nie gestanden“, sagte Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) anlässlich der Verkehrsfreigabe.

Radfahrerfreundlicher Gerberplan

Im Zuge des Ausbaus der Bitterfelder Straße hat sich auch im Gerberplan eine Veränderung ergeben. Dort dürfen Radfahrer nunmehr in beide Richtungen fahren. Radfahrer, die vom Wallgraben Richtung Bitterfelder Straße wollen, nutzen den für sie freigegebenen Gehweg, um sicher zur Fußgängerampel zu gelangen. In der Gegenrichtung fahren sie auf der Straße. Laut Stadtverwaltung ist die entsprechende Beschilderung erfolgt, lediglich die alte Markierung auf dem für Radfahrer freigegebenen Gehweg, die für parkenden Autos bestimmt war, muss noch entfernt werden. Autos müssen nun auf der Straße und dürfen nicht mehr halb auf dem Gehweg parken. Derzeit werden die Pkw allerdings noch wie gewohnt abgestellt.

Mit der Bitterfelder Straße ist in Delitzsch die letzte wichtige Verkehrsader erneuert worden. Das drückt sich auch in Zahlen aus: Die Ausbaulänge betrug 755 Meter. 7300 Quadratmeter Gehwege und 800 Quadratmeter Stellflächen (35 Parkplätze) wurden gepflastert. Auf 2900 Meter Länge wurden Bordsteine und 65 Straßeneinläufe gesetzt sowie 30 LED-Straßenlampen aufgestellt. Die Kosten betrugen rund 2,6 Millionen Euro (Schlussrechnung steht noch aus). Davon flossen rund 1,7 Millionen Euro als Fördermittel.

Von Thomas Steingen

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