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Bitterfelder Straße wird ab April zur Baustelle

Bitterfelder Straße wird ab April zur Baustelle

Anfang April 2015 soll eines der komplexesten Straßenbauvorhaben der Stadt Delitzsch beginnen. So sehen es die Planungen vor, mit denen die Stadt das Ingenieurbüro Straßen- und Tiefbau Jürgen Glatzer aus Leipzig beauftragt hat.

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Die Kreuzung Bitterfelder Straße/Securiusstraße/Nordstraße heute. Sie soll zu einem modernen Knotenpunkt ausgebaut werden.

Quelle: Thomas Steingen

Delitzsch. Das Projekt wurde am Dienstag zunächst im Technischen Ausschuss und am Mittwochabend im Bürgerhaus betroffenen Anwohnern vorgestellt. Mit dem grundhaften Ausbau der Bitterfelder Straße zwischen Nord- und Roßplatz soll diese wichtige Verkehrsader aufgewertet werden. Es gehe um die Verbesserung des fließenden und ruhenden Verkehrs, um eine höhere Verkehrssicherheit für Kraft- und Radfahrer sowie Fußgänger, außerdem um mehr Behindertenfreundlichkeit, erklärte Olaf Spranger vom Ingenieurbüro.

In die Projektierung eingeflossen sind Vorplanungen aus dem Jahr 2009 sowie eine Verkehrsprognose. Der daraus abgeleitete Straßenquerschnitt ist vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr bestätigt worden. Baugrunduntersuchungen und Bestandsvermessung seien bereits erfolgt, Stellungnahmen der Versorgungsunternehmen eingeholt, so Spranger weiter. Wie er sagte, würde die Bauausführung der am Nordplatz ähneln. Die Bauzeit ist von April 2015 bis Ende September 2016 vorgesehen.

Die Länge der Baustrecke beträgt insgesamt 950 Meter. Davon entfallen rund 750 Meter auf die Bitterfelder Straße und zirka 200 Meter auf Anschlusslängen der Nebenstraßen. Neu gebaut werden Fahrbahn, Gehwege und Parkflächen sowie die Straßenentwässerung und Teile der Straßenbeleuchtung. Im Straßenprofil schließen sich links und rechts der 6,50 Meter breiten Asphaltfahrbahn jeweils 1,85 Meter breite Radfahrsteifen an. Dann folgen wechselweise Parkflächen und Baumscheiben. Den Abschluss bilden ganz außen gelb gepflasterte Gehwege.

Auf der gesamten Baulänge wird es zwei Signalanlagen mit Fußgängerüberwegen geben - eine am Knoten Securiusstraße/Nordstraße und eine am Gymnasium. "Die Querungen für Fußgänger werden an den Signalanlagen mit Riffelplatten ausgelegt, sodass sie Sehbehinderte ertasten können. Zudem werden die Ampeln über Taster und akustische Signalgeber verfügen", so der Planer. Und an den Bushaltestellen würden die Borde als Ein- und Ausstiegshilfe erhöht sein.

An der Einmündung Marienstraße wird als Querungshilfe eine Verkehrsinsel entstehen. In diesem Bereich beginnt der östliche Radfahrstreifen an der Ecke Marienstraße. Der westlich der Bitterfelder Straße führende Radstreifen endet auf dem Roßplatz.

Dem Vorhaben müssen allerdings 42 Bäume weichen, was Stadtrat Volker Löffler (SPD) im Ausschuss bewog, diese Notwendigkeit zu hinterfragen. Als Hauptgrund nannten die Projektanten die Straßenbreite. Weil die Bäume zu dicht an der Fahrbahn stünden, würden ihre Wurzeln bei den Bauarbeiten beschädigt. "Wir werden aber 42 neue Bäume pflanzen", versicherte Jürgen Glatzer, Chef des Ingenieurbüros.

Nach bisherigem Stand soll in vier bis sechs Abschnitten gebaut werden, die einzeln abgearbeitet werden, sodass nicht über den gesamten Zeitraum der komplette Ausbaubereich gesperrt werden muss. Beginnen soll der Ausbau der Bitterfelder Straße im Abschnitt Gerberplan bis Roßplatz, wo auch der Abwasserzweckverband Kanäle in die Erde bringen wird.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Thomas Steingen

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