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Delitzsch Bombendrohung gestern in der Klinik Eilenburg
Region Delitzsch Bombendrohung gestern in der Klinik Eilenburg
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00:35 08.01.2010
Ein Hundeführer kontrolliert mit seinem Tier einen Papierkorb vor dem Haupteingang der Eilenburger Klinik, ohne Ergebnis. Danach begeben sich Hund und Herrchen ins Gebäude, um dort weiter nach Sprengstoff zu suchen. Gegen 15 Uhr endet der Einsatz.
Eilenburg

Daraufhin verständigten Klinik-Mitarbeiter sofort das Eilenburger Polizeirevier. „Beamte der Diensthundestaffel und des Polizeireviers sind vor Ort. Sie prüfen die Ernsthaftigkeit der Drohung“, so Michael Hille, Sprecher der Polizeidirektion Westsachsen, am Nachmittag gegenüber der Kreiszeitung. Eine Evakuierung des Gebäudes sei allerdings nicht geplant gewesen, der normale Krankenhaus-Betrieb sei weitergegangen. Wer der Anrufer war, ist derzeit noch unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt. In Eilenburg herrschte im und um das Klinikgelände auf dem Berg eher normaler Geschäftsbetrieb. Passanten bekamen eher wenig von diesem Polizeieinsatz mit.Gegen 14.30 Uhr waren immer noch Polizisten und Hunde in der Klinik unterwegs. Die Suche blieb erfolglos. Sämtliche Besucher mussten die zur Klinik gehörenden Gebäude verlassen. Die Leitstelle veranlasste, dass Neuzugänge in umliegende Krankenhäuser umgeleitet wurden. „Es bleibt zu hoffen, dass nichts weiter passiert und das Gebäude schnell wieder in Betrieb genommen werden kann“, sagte Ordnungsdezernentin Angelika Stoye. Ihre Hoffnung erfüllte sich eine halbe Stunde später. Gegen 15 Uhr gab der nordsächsische Landrat Michael Czupalla (CDU) Entwarnung: „Die Aktion ist beendet. Es wurde kein Sprengstoff gefunden. Wir sind sehr froh, dass dieses Ergebnis feststeht.“Von einer Evakuierung der Patienten wurde abgesehen. Dazu Stoye: „Die Entscheidung treffen Geschäftsführung, Polizei und Katastrophenschutz des Landratsamtes. Evakuiert wird, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem ernsten Fund oder einer gefährlichen Situation auszugehen ist. Eine schwierige Entscheidung.“Verwaltungsdirektor Steffen Penndorf sprach von professioneller Arbeit, die er den über 20 Beamten und sechs Hunden bescheinigte. „Größere Einschränkungen gab es nicht, das ist gut. Ich hoffe, dass der Täter gefasst wird.“ Kurz nach 15 Uhr normalisierte sich der Klinikbetrieb wieder.Ein Hundeführer kontrolliert mit seinem Tier einen Papierkorb vor dem Haupteingang der Eilenburger Klinik, ohne Ergebnis. Danach begeben sich Hund und Herrchen ins Gebäude, um dort weiter nach Sprengstoff zu suchen. Gegen 15 Uhr endet der Einsatz. Foto: Manfred Lüttich Ein Hundeführer kontrolliert mit seinem Tier einen Papierkorb vor dem Haupteingang der Eilenburger Klinik, ohne Ergebnis. Danach begeben sich Hund und Herrchen ins Gebäude, um dort weiter nach Sprengstoff zu suchen. Gegen 15 Uhr endet der Einsatz.

Frank Pfütze/Kathrin Kabelitz

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