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Brand in Rackwitz: Alle Verletzten aus Krankenhaus entlassen

Tannenbaum stand in Flammen Brand in Rackwitz: Alle Verletzten aus Krankenhaus entlassen

Entwarnung nach dem Wohnungsbrand in Rackwitz: Alle acht Verletzten, darunter drei Kinder, sind aus dem Krankenhaus entlassen, der Schaden am Haus ist mit 80.000 Euro geringer als befürchtet. Ein brennender Weihnachtsbaum soll den Großbrand ausgelöst haben.

Der betroffene Block in der Rackwitzer Loberstraße 2 zeigt deutliche Brandspuren.

Quelle: Wolfgang Sens

Rackwitz. Entwarnung nach dem Wohnungsbrand in Rackwitz: Alle acht Verletzten, darunter drei Kinder, sind aus dem Krankenhaus entlassen, der Schaden am Haus ist geringer als befürchtet. Die Mieter des Aufgangs 2 a konnten am Montag zurück in ihre Wohnungen. Der Aufgang 2 b soll eventuell Ende der Woche wieder bewohnbar sein. Die Brandursache scheint geklärt zu sein. Die Mieterin habe inzwischen eigenes Verschulden eingeräumt. Ein brennender Weihnachtsbaum habe den Großbrand ausgelöst.

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In Rackwitz kam es am Samstag gegen 23 Uhr zu einem schweren Wohnungsbrand. Mehr als 20 Menschen mussten evakuiert werden, darunter auch einige Kinder.

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Die letzte Familie kam Montagvormittag aus dem Krankenhaus. Die Frau aus der Brandwohnung und ihre beiden Enkelkinder konnten noch am Sonntag das Krankenhaus verlassen. Alle 38 Betroffenen waren und sind vorübergehend bei Verwandten, Freunden oder im Hotel untergekommen. Die fünf Wohnungen der Loberstraße 2 a sollten noch im Verlauf des Montags für die 15 Mieter wieder freigegeben werden. Für den Wohnblock gibt es trotz der Risse Entwarnung von einem Statiker. „Der Fachmann war heute vor Ort und hat das ermittelt. Es besteht keine Gefahr bezüglich der Standsicherheit des Gebäudes“, sagte der Rackwitzer Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos) Montagmittag. Der Gesamtschaden beziffere sich auf circa 80.000 Euro. Die Versicherung der Gemeinde war ebenfalls vor Ort und hat diese Summe genannt. Das sah schlimmer aus. Denn durch die große Hitze und die Rauchgase wurde auch ein großer Teil der Fassade in Mitleidenschaft gezogen. Elektroleitungen schmolzen. Die Stromleitung musste gekappt werden. Die Wohnung, in der das Feuer ausbrach gleicht einem Totalschaden. Die Flammen haben das Innere komplett vernichtet. Was nicht verbrannt ist, hat die Hitze geschmolzen. Alle Wände sind schwarz verrußt.

Wohnungen von Ruß und Qualm befreien

Bereits am Montag hat ein Fachbetrieb für Brandschmutzbeseitigung damit begonnen, den stark in Mitleidenschaft gezogenen Aufgang 2 b zu reinigen. „Wir wollen sicherstellen, dass die Mieter Zugang zu ihren Wohnungen erhalten. Die Mieter müssen bei ihren Hausratversicherungen die Schäden geltend machen“, so der 28-jährige Rathauschef. Glück im Unglück: Die Wohnungseingangstüren verfügen über offensichtlich ordentliche Gummidichtungen, welche Qualm und Ruß weitgehend aus den Innenräumen der anderen Mieter fern gehalten haben. „Wenn alles gut läuft, optimistisch betrachtet, könnten die Mieter vielleicht schon Ende dieser Woche zurück in ihre Wohnungen“, so der Bürgermeister. Die Außenfassade werde im Nachgang saniert.

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Im Inneren ist alles zerstört.

Der Montag war der Tag des Durchatmens bei den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren und Sanitäter. Gemeldet war den Kameraden zunächst eine Rauchentwicklung, auf der Anfahrt und schließlich der Ankunft vor Ort in der Loberstraße stellte sich dann das ganze große Ausmaß heraus – es war ein Wohnungsbrand in voller Ausdehnung. „Das war sehr heftig, so etwas hat man nicht jeden Tag, das war krass zu sehen“, schilderte der Rackwitzer Einsatzleiter Felix Rothe (28). Es sei schon ein kleines Wunder, dass alle Betroffenen noch recht glimpflich aus der Sache rausgekommen sind und schwere Verletzungen oder Schlimmeres ausblieben. Eine Einschätzung, die sämtliche Einsatzkräfte teilen – es hätte viel schlimmer kommen können.

Gutes Zusammenspiel: 70 Kameraden im Einsatz

Am Ende waren rund 70 Kameraden aus der Gemeinde Rackwitz, aber auch aus Krostitz, Radefeld und Delitzsch im Einsatz. Mit Hilfe von Brandfluchthauben wurden die Menschen aus dem Gebäude gerettet. Eine „logistische Herausforderung“ sei es gewesen, die vielen Menschen in kurzer Zeit aus dem Gebäude zu befreien. Doch die Zusammenarbeit der Feuerwehren und die mit der Schnelleinsatzgruppe (SEG) aus Taucha, die mit 13 ehrenamtlichen Helfern vor Ort war, habe hervorragend geklappt. Diese kümmerten sich um Schutz vor der Kälte, versorgten die Patienten – den Großteil noch vor Ort. Zudem unterstützte die Feuerwehr Delitzsch, baute ebenfalls ein Zelt auf. „Das alles war ein gutes Zusammenspiel“, so Rothe, der nach der schlaflosen Nacht am Sonntag pünktlich um 6.30 Uhr morgens wieder bei der BMW-Werksfeuerwehr antrat. In Kürze wollen sich sämtliche am Einsatz beteiligten Führungskräfte noch einmal treffen und eine Einsatznachbesprechung durchführen, um Dinge auszuloten, die man eventuell noch besser machen könnte.

Von Christine Jacob und Frank Pfütze

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