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Delitzsch Brandmeldeanlage im Delitzscher Krankenhaus löst oft falsch aus
Region Delitzsch Brandmeldeanlage im Delitzscher Krankenhaus löst oft falsch aus
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00:17 13.11.2016
Ein Fehlalarm im Oktober: Wenn im Krankenhaus die BMA geht, muss eine Vielzahl von Rettern anrücken. Quelle: Christine Jacob
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DELITZSCH

Fünf Einsätze und fünfmal das Ergebnis: Fehlalarm. Im vergangenen Monat hat das Kreiskrankenhaus in Delitzsch auf diese Weise die Retterkollegen von der Feuerwehr oft in Anspruch genommen. Die Brandmeldeanlage (BMA) ging, die Kameraden rückten mit mehreren Fahrzeugen an. Mit dazu kam jedes Mal die Polizei. Ein übliches und gesetzmäßiges Prozedere – springt eine BMA an, muss vom Ernstfall ausgegangen werden und wird das große Aufgebot gebraucht. Auch wenn es sich am Ende als Irrtum entpuppt. Ein Irrtum hinter dem beim Krankenhaus gute Absicht steckt.

„Fehlalarme entstanden beispielsweise bei Wartungsarbeiten an der Brandmeldeanlage durch eine Fachfirma, bei Fliesenschneidearbeiten wurde der Brandmelder nicht mit einem Staubschutz versehen“, schildert ein Sprecher des Krankenhauses. Trotz der quartalsweisen Wartungen aller 680 Brandmelder in der Klinik sei es zu diversen Störungsmeldungen gekommen. Die Geschäftsführung der Klinik habe sich auf Empfehlung der Brandschutzbehörden dazu entschlossen, trotz einer 24h-Besetzung des Empfangs der Klinik, ab Juni 2016 die Brandmeldeanlage an die Systeme der Integrierten Rettungsleitstelle aufzuschalten. Zuvor war das Krankenhaus nicht direkt mit den Systemen der Leitstelle verbunden, als diese ihren Sitz noch in Delitzsch hatte. Nun werden Gefahrenmeldungen „unverzüglich“ an die örtlich zuständige Feuerwehr weitergeleitet. „Ob es sich dabei um einen Fehlalarm handelt, kann somit vorher nicht mehr geprüft werden“, erklärt der Sprecher. Vorher hat also das Team im Krankenhaus geschaut, ob es wirklich brennt. Das bedeutet aber auch einen Zeitverlust im Falle des Ernstfalles. Im Brandfall käme es jetzt nicht mehr zu Verzögerungen bei der Alarmierung der Feuerwehren.

Verbesserungen in Delitzsch geplant

Auch vor der Aufschaltung der Brandmeldeanlage direkt an die Leitstelle sei es zu vereinzelten sensiblen Reaktionen gekommen, da Medizintechnik mitunter im 24h-Betrieb Wärme entwickelt oder Dampf erzeugt. Für die Kosten der Fehleinsätze kommt das Unternehmen selbst auf beziehungsweise werden diese dem Verursacher in Rechnung gestellt. Um das Risiko eines Fehleinsatzes in Zukunft zu verringern, ist für das erste Halbjahr 2017 eine Umrüstung der Brandmeldeanlage von optischen auf Wärmesensoren geplant. Damit könne von der Anlage genauer registriert werden, ob es sich tatsächlich um einen Brand handelt. Übrigens: Nicht nur das Krankenhaus, sondern auch einige weitere Betriebe in Delitzsch haben immer wieder mit zu sensiblen Brandmeldeanlagen zu tun.

Von Christine Jacob

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