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Brandnacht in Delitzsch - Feuer in Behindertenwerkstatt und Auto

Brandnacht in Delitzsch - Feuer in Behindertenwerkstatt und Auto

Zwei schwere Brände forderten Feuerwehrleute und Rettungskräfte in der Nacht zum Freitag in Delitzsch. Um 23.06 Uhr stand ein Opel Corsa auf dem Freigelände des Autocenters in der Richard-Wagner-Straße in Flammen und brannte völlig ab.

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Von dieser Abfüll- und Lagerstation für Holzspäne im Außenbereich (rechts) breitete sich der Brand aus.

Quelle: Alexander Bley

Delitzsch. Wenige Stunden später, um 2.40 Uhr, mussten die Kameraden aus Delitzsch, Zschepen, Schenkenberg, Benndorf und Selben erneut in die Richard-Wagner-Straße ausrücken - Feuer in der die Behindertenwerkstatt. Den Schaden schätzt Geschäftsführer Hannes Markert auf 70.000 bis 100.000 Euro. Der Opel Corsa war laut Polizeiangaben noch zirka 1000 Euro wert. Den Verdacht der Brandstiftung haben die Ermittler noch nicht bestätigt.

Der Brandherd befindet sich im Außenbereich, dort, wo die Sägespäne abgefüllt und in einer Gitterbox gelagert werden. Von dort aus breitet sich das Feuer schnell auf die Tischlerwerkstatt aus. Scheiben zerspringen in der Hitze, die Holzkonstruktion brennt, Kabel schmelzen. Glück im Unglück: Eine Polizeistreife entdeckt den Brand zufällig und löst Alarm aus. Die Feuerwehren sind wenige Minuten später vor Ort. Viele Kameraden kennen den Einsatzort, haben hier im Rahmen der jährlichen Großübung schon oft trainiert.

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Delitzsch. Zwei schwere Brände forderten Feuerwehrleute und Rettungskräfte in der Nacht zum Freitag in Delitzsch. Um 23.06 Uhr stand ein Opel Corsa auf dem Freigelände des Autocenters in der Richard-Wagner-Straße in Flammen und brannte völlig ab. Wenige Stunden später, um 2.40 Uhr, mussten die Kameraden zu einem Feuer in der Behindertenwerkstatt ausrücken.

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Das Löschwasser vernichtet in dieser Nacht nicht nur die Flammen, auch Maschinen nehmen Schaden. "Ich schätze den Schaden auf 70.000 bis 100.000 Euro", sagt Hannes Markert. Der 52-Jährige telefoniert mit Firmen, das Dach muss abgedichtet werden, wenn die Ermittler weg sind. Gegen 8 Uhr sieht am Freitag alles wieder friedlich aus im Behindertenzentrum. Brandgeruch beißt in der Nase. Der übernächtigte Geschäftsführer war 3.30 Uhr vor Ort und ist trotz des Unglücks erleichtert, dass "Schlimmeres verhindert" werden konnte: "Die Kameraden und Rettungskräfte waren sehr schnell da und haben professionell gearbeitet. Ihnen gilt mein besonderer Dank", so Markert. Der Betrieb in der Werkstatt soll möglichst normal weiterlaufen. Die zwölf Mitarbeiter der Tischlerwerkstatt kommen in anderen Bereichen zum Einsatz. Auch die geplante Dankeschön-Veranstaltung für den Fahrdienst findet statt. Insgesamt 219 Mitarbeiter zählt das Zentrum. Zum Tatzeitpunkt ist es leer. Im benachbarten Wohnheim leben 40 Mitarbeiter.

Auf der Freifläche des Autocenters standen zweieinhalb Stunden zuvor der Kofferraum und die Rücksitzbank des Opel Corsa in Flammen. Im Kofferraum lagen zwei Reifen. Die Feuerwehrleute bekämpften den Brand mit Atemschutz. Noch am Freitag-Vormittag fuhren die Brandursachenermittler vor und nahmen die Arbeit auf. Ein Ergebnis gibt es noch nicht. Die Experten haben Beweise gesammelt, geprüft, fotografiert und Befragungen durchgeführt. "Wir gehen in beiden Fällen von Brandstiftung aus. Es wäre zudem ein Zufall, wenn beide Taten nicht in Zusammenhang stehen würden. Aber eine offizielle Bestätigung liegt noch nicht vor. Die Ermittler arbeiten daran", sagt Andreas Pradel, Feuerwehr-Einsatzleiter. Nordsachsens Landrat Michael Czupalla ist fassungslos: "Ich verurteile diese Tat aufs Schärfste und hoffe, dass der oder die Täter schnell gefasst und hart bestraft werden".

Zeugenhinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.04.2013

Frank Pfütze

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