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Delitzsch Brinniser Mike Grunzel sammelt Kakteen
Region Delitzsch Brinniser Mike Grunzel sammelt Kakteen
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15:11 23.02.2018
Rund 100 Kakteen hat Mike Grunzel derzeit in seinem Garten stehen, im Winter müssen die meisten von ihnen in den Keller. Quelle: Christine Jacob
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Brinnis

Die großen Stacheln sind kein Problem. „Die kleinen, das sind die fiesesten“, sagt Mike Grunzel. Das Lied „Mein kleiner grüner Kaktus“ könnte der Brinniser Mike Grunzel jeden Tag pfeifen. Nur geht es bei ihm um knapp 100 Stück und die kleinen stacheligen Lieblinge stehen auch nicht auf dem Balkon, sondern draußen im Garten.

Einen kleinen Hügel aus Steinen hat der Mann aus dem Schönwölkauer Ortsteil eigens für die Pflanzen angelegt. Immer wieder kommen neue Kakteen dazu. Nicht immer zur Freude der Familie. Erstens muss selbst der genügsamste Kaktus ganz sicher mal umgetopft werden. Zweitens sind zwar die meisten Exemplare winterharte Sorten, dennoch muss der Großteil der eben nicht nur kleinen grünen Kakteen im Spätherbst in den Keller und in die Garage geräumt werden. Da kommt auch mal die Sackkarre zum Einsatz und müssen dicke Handschuhe getragen werden, um den Stacheln möglichst keine Angriffsfläche zu bieten.

Brinniser sammelt gerne

„Manche verkraften bis 25 Grad minus“, tröstet Mike Grunzel die Familie, dass manche Kakteen doch draußen bleiben können. Angefangen hat seine Sammelleidenschaft im Kindesalter. Dumm sei nur gelaufen, dass die Stacheln sich in den Gardinen verfingen, schmunzelt der 48-Jährige. So entdeckte der Servicetechniker die winterharten Arten für sich. Und heute kommen Mike Grunzel keine Kakteen mehr ins Haus, da tummeln sich eher die Orchideen seiner Frau. Immer wieder schenkt dem Brinniser jemand einen Kaktus, er bekommt Tipps, wo es günstig welche zu kaufen gibt. Und manche muss er auch einfach adoptieren. Was mit Falten und Schrumpeln aussieht wie ein eingegangener Kaktus und von anderen achtlos entsorgt wird, kann genau so einer dieser winterharten Gesellen wie der sogenannte „Alte Mann der Anden“ sein – solche Pflanzen schrumpfen einfach nur in sich zusammen, um die niedrigen Temperaturen zu überstehen, etwas Wasser und richtige Pflege im Frühjahr und alles ist wieder gut. „Es ist ein Trugschluss zu denken, dass man sich um Kakteen nicht kümmern muss“, sagt der Fachmann. Zwar brauchen die Stacheligen nicht so oft Wasser, insgesamt sollte man sich aber um sie wie um jede andere Pflanze kümmern, betont der 48-Jährige. Einen großen Traum hat der Brinniser: Eines Tages so einen großen Westernkaktus zu sehen oder besser noch zu besitzen, einen, wie man ihn in den amerikanischen Filmen immer sieht. Auf dem Hügel fände sich bestimmt noch ein Platz. Und die Stacheln sind groß genug, um nicht fies zu sein.

Von Christine Jacob

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