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Delitzsch Brinniser betreiben das Sportschießen und haben Nachwuchssorgen
Region Delitzsch Brinniser betreiben das Sportschießen und haben Nachwuchssorgen
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07:00 12.02.2018
Der Schützenverein Brinnis: Der 1.Schützenmeister ist Matthias Melitz (58). Er zeigt die neue Investition, eine Pendelwurfmaschine für das Trapschießen. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Brinnis

Am Mittwoch- und am Sonnabendnachmittag wird es am Rande des Dorfes lauter als sonst. Und jeden zweit Sonnabend noch lauter. Der Schützenverein Brinnis trainiert dann auf seiner Anlage, die zwar noch aus den 1960er-Jahren stammt, aber seit der Wende 1990 nahezu komplett um- und neugebaut wurde.

Die Jugend fehlt

„Alles in Eigenleistung.Wir haben derzeit 83 Mitglieder, darunter sind fünf Frauen“, berichtete der erste Schützenmeister Matthias Melitz (58). Schützenmeister ist das, was in anderen Vereine der Vorsitzende ist. „Natürlich hätten wir auch gern mehr Jugendliche in unserem Verein“, bemerkte Melitz. Aber der Schießstand einschließlich des Vereinshauses sei eben nicht einfach für die Jugendlichen zu erreichen. Deshalb gehe derzeit nur ein Jugendlicher dem Hobby nach. Dabei könnte der SV Brinnis Interessierten durchaus etwas Bieten, auch auf eine lange Tradition verweisen.

Einst Leistungszentrum

1961 hatte sich die Abteilung Sportschießen der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) in Brinnis gegründet. Kurze Zeit später wurde mit Hilfe der damaligen LPG der Schießstand gebaut. Bis zur Wende bestand am Standort Brinnis das Leistungszentrum Sportschießen mit der Spezialisierung Kleinkaliberpistole. 1974 wurde der Pistolenstand für Olympisch-Schnellfeuer gebaut. Andreas Schulz errang beim 6. Turn- und Sportfest mit 580 Ringen den fünften Platz, Bernd Hesse mit der freien Pistole mit 349 Ringen ebenfalls Rang fünf. Ein Jahr später fand das erste Schützenfest im damaligen Kreis Delitzsch in Brinnis statt. „Die Anlage wurde dann nach und nach erweitert“, teilte Matthias Melitz mit. Stände für Luftgewehr- und pistole kamen hinzu. „Von den einstigen Gründungsmitglieder des SV Brinnis am 10. April 1990 gibt es nicht mehr viele“, bedauerte Melitz. Bernd Hesse sei einer.

Neue Maschine fürs Trapschießen

Immer wieder wurde in die Anlage investiert, sie auf bundesdeutschen Standard gebracht. Die letzte große Ausgabe gab es für eine Pendelwurfmaschine. Sie wurde im Januar erworben und steht jetzt in dem 2012 trockengelegten Wurfscheibenbunker. „Wir können auf unserer Anlage auch Trap, also auf Tontauben, schießen“, teilte Melitz mit. Aus Rücksicht auf die Anwohner werde das allerdings nur jeden zweiten Sonnabend angeboten. Besonders stolz ist Matthias Melitz auf seinen Feuerstutzen, ein historisches Kleinkalibergewehr. Tradition verpflichtet, wie er meint. Spätestens zum Grenzlandschießen am 26. Mai wird es wieder zum Einsatz kommen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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