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Delitzsch Bürgermeister von Rackwitz und Delitzsch kritisieren Sparkassen-Schließungen
Region Delitzsch Bürgermeister von Rackwitz und Delitzsch kritisieren Sparkassen-Schließungen
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16:41 01.02.2017
Die Bürgermeister von Rackwitz und Delitzsch sehen Rot, wenn es um die Sparkasse geht. Quelle: dpa
Delitzsch/Rackwitz

Die Pläne der Sparkasse Leipzig, in Delitzsch eine Filiale und ein SB-Center sowie auch in Rackwitz und Wiedemar Selbstbedienungsstationen zu schließen, stoßen in der Lokalpolitik auf Unverständnis. Der Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) kann die Argumente der Sparkasse und den Willen zu Einsparungen zwar grundsätzlich nachvollziehen, fordert dabei aber die Bürger nicht zu vergessen.

Einschnitt für ältere Bürger

Solange man es sich zum Beispiel leiste, als Großsponsor bei der „Partner Pferd“ aufzutreten, müsse man sich auch fragen lassen dürfen, wem gegenüber man eigentlich verpflichtet sei. Die Forderung der Stadt laute daher, dass die Sparkasse an die Bürger und vor allem an Senioren denkt, für die der Wegfall einen Einschnitt bedeute. Solange die Mitarbeiter noch hier vor Ort seien, sollte die Sparkasse laut Wilde zum Beispiel lieber über Werbe- und Aufklärungsmaßnahmen nachdenken, mit denen Senioren vermittelt wird, dass und wie in Supermärkten Geld geholt werden kann. Die Sparkasse dürfe nicht vergessen, dass sie eine Verantwortung habe. Wilde appelliert zudem an den Landkreis Nordsachsen, der im Verwaltungsrat sitzt.

Sparkasse hat sozialen Auftrag

Der Rackwitzer Bürgermeister wendet sich in einem offenen Brief an den Vorstand der Sparkasse und an den nordsächsischen Landrat Kai Emanuel. In diesem betont das Gemeindeoberhaupt, dass bei allem Verständnis für die Entwicklungen am Finanzmarkt die Lösungsansätze der Sparkasse in keinster Weise nachvollziehbar seien. „Eine deutliche Reduzierung des bereitgestellten Spendenvolumen von jährlich fünf Millionen Euro zu Gunsten der Standortdichte wäre auf breitere Akzeptanz gestoßen. Wir erwarten von der Sparkasse als öffentlich-rechtliches Unternehmen in kommunaler Trägerschaft auch unter schwierigen Bedingungen die Wahrnehmung ihres sozialen Auftrages. Wir sind nicht gewillt, den SB-Standort Rackwitz alternativlos aufzugeben, insbesondere vor dem Hintergrund der Schließung der personalbetreuten Filiale 2008/09.“ Auch in Eilenburg gibt es Kritik.

Von Thomas Steingen und Christine Jacob

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