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Delitzsch Bufdis helfen in Eilenburg und Delitzsch
Region Delitzsch Bufdis helfen in Eilenburg und Delitzsch
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00:22 12.07.2018
Katja Müller leistet ihren Bundesfreiwilligendienst im Hort der Grundschule Berg in Eilenburg. Mit den Hortkindern spielt sie gerne und lässt sich auch mal auf einen kleinen Schabernack ein. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg/Delitzsch

Eine Kinderschar um sich herum – da fühlt sich Katja Müller am wohlsten. Im Hort der Grundschule am Berg in Eilenburg unterstützt die 20-Jährige seit September als Bundesfreiwillige die Erzieher. „Meine Mutti brachte mich auf die Idee, denn ich möchte gern Elementarpädagogik studieren. Hier kann ich mich darauf vorbereiten, schon das eine oder andere lernen“, erzählt die Eilenburgerin.

Noch bis Ende Juli geht ihr Einsatz, bei dem sie sich nicht nur mit den Mädchen und Jungen am Nachmittag beschäftigt, die Erzieher unterstützt, sondern auch ganz alltägliche Dinge wie Spielzeugregale aufräumen, Blumengießen oder für Nachschub an Tee und anderen Getränken sorgt. Nicht jeder Tag sei einfach, aber fast immer lehrreich. Anfangs sei es nicht leicht gewesen, gerade in dem Hort zu arbeiten, wo sie selbst einmal betreut wurde. Ans Aufgeben habe sie niemals gedacht, denn hier könne sie in ein weiteres Betätigungsfeld ihres Wunschberufes hineinschnuppern.

„Habe ganz viel gelernt“

Ein Praktikum absolvierte die Gymnasiastin bereits zuvor in einem Kinderheim und einem Kindergarten. „Ich habe ganz viel dazu gelernt, auch für das Leben“, erzählt die Eilenburgerin. Gut sei als Bufdi, dass man jeden Monat einen kleinen Obolus für seine Arbeit bekommt. „Für mich war es das erste selbst verdiente Geld“, sagt Katja Müller stolz. Jeden Tag wartet sie auf Post, auf einen Brief von einer der dualen Ausbildungsstätten, bei der sie sich bewarb.

In der Bufdi-Zeit hat sie aber auch mitbekommen, dass nicht immer alles glatt verläuft und hat deshalb auch einen Plan B parat. Wenn die 20-Jährige keine Studienzulassung erhält, dann beginnt sie ab August eine einjährige Ausbildung zur Sozialassistentin, um dann die Erzieherausbildung anzuschließen. Das Jahr im Hort als Bufdi, da ist sie sich sicher, wird dabei von Nutzen sein.

Dass es in einem Tiergarten immer was zu tun gibt, das hat der Delitzscher Gerd Werner in den letzten Monaten erlebt. Seit August 2017 ist er der Bufdi im kleinen Zoo und hat damit einen ziemlich vielfältigen Job als Unterstützer. Es sind Zäune zu setzen, Gehege zu modernisieren, kleine und große Reparaturen zu erledigen, hier und da ein neuer Anstrich nötig – klassische Handwerkerarbeiten. Für genau die ist er als Bundesfreiwilliger eingesetzt.

„Ich fühle mich hier wohl“

Der 60-Jährige ist gelernter Heizungsmonteur, hat in seinem früheren Berufsleben schon viel gewerkelt. Den Tiergarten Delitzsch kannte er bereits von einer Maßnahme des Jobcenters. Als die sich dem Ende neigte, riet ihm Tiergartenchefin Julia Gottschlich zur Bufdi-Stelle. Gerd Werner füllt sie gerne aus: „Ich fühle mich hier wohl“, sagt er über den Tiergarten, „es gibt hier viele kreative Möglichkeiten, weil man als Handwerker immer improvisieren können muss und es manchmal von jetzt auf gleich losgehen muss.“

Mit seinem Bundesfreiwilligendienst will der Delitzscher so auch zum Erfolg des Tiergartens als mit über 73 000 Besuchern im Jahr 2017 erfolgreichste Delitzscher Freizeiteinrichtung beitragen, schließlich komme es dabei neben den tierischen Attraktionen auch auf das Ambiente an und für das tut er viel. „Ich trage gerne dazu bei, dass sich hier was entwickelt“, sagt der 60-Jährige. Seine Zeit im Tiergarten allerdings endet am 31. Juli. Auch danach will er mit seinen Kollegen Kontakt halten und weiter schauen, wie sich der Zoo entwickelt. Und auch seine Lieblingstiere, die Erdmännchen, will er regelmäßig besuchen.

Von Bärbel Schumann und Christine Jacob

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