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Delitzsch CDU-Politiker Bosbach: "Wir können nicht jeden aufnehmen"
Region Delitzsch CDU-Politiker Bosbach: "Wir können nicht jeden aufnehmen"
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21:27 01.10.2015
Bekannt für klare Worte: der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach. Quelle: Manfred Esser
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Delitzsch

Mehr als 200 Gäste, der Bürgerhaus-Saal gefüllt bis in den letzten Winkel. Wenngleich der Delitzscher CDU-Stadtverband einige Erfahrungen mit prominenten Gesprächsrunden hat, war die Resonanz auf die Veranstaltung am Mittwochabend doch ungewohnt stark. Ein Wunder freilich war sie nicht – schließlich taugten die Zutaten als Publikumsgaranten: ein sehr bekannter, profilierter und durchaus streitbarer Bundespolitiker, dazu das Brennpunktthema Flüchtlinge. Unter Beifall marschierte Wolfgang Bosbach in den Saal ein, unter Beifall wurde er wieder entlassen.

Eigentlich lautete die Überschrift des Abends: „Halbzeit in Berlin – was jetzt zu tun ist“. Darüber gäbe es viel zu sagen, konstatierte Bosbach. „Aber vielleicht konzentrieren wir uns lieber auf Punkte, von denen ich glaube, dass sie derzeit die höchste Bedeutung für unser Land haben.“ Die Asylfrage also. Bosbach ist eng mit ihr verbunden. Zusammen mit dem nordsächsischen CDU-Abgeordneten Marian Wendt arbeitet der 63-Jährige im Innenausschuss des Bundestages. Bis vor Kurzem war er sogar dessen Vorsitzender, im Streit um Finanzhilfen für Griechenland hat er sein Amt allerdings niedergelegt.

In Sachen Flüchtlingszustrom bezog Bosbach klar Position: finanzielle Entlastung der Kommunen, konsequentes Vorgehen gegen Schleuser, Einbeziehung aller EU-Staaten in die gemeinsame Aufgabe – darauf komme es jetzt an. Und auf Differenzierung: „Wir müssen all jene unterbringen, die Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, doch wir können nicht jeden aufnehmen, der in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Deutschland kommt.“

Wer bleiben darf, betonte der CDU-Politiker und Rechtsanwalt, müsse sich an die Rechts- und Werteordnung der Bundesrepublik halten. „Im Innenausschuss beschäftigen wir uns jede Woche mit verfassungsfeindlichen Bestrebungen, die in Deutschland erkennbar werden. Das muss auch mal geäußert werden dürfen, ohne in die rechtsradikale Ecke gestellt zu werden“, sagte Bosbach. Und mahnte zudem, Patriotismus nicht mit Nationalismus gleichzustellen. In diesem Sinne endete der Abend mit der Nationalhymne.

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