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Delitzsch Caralux aus Lemsel setzt seit 20 Jahren auf innovative Technik
Region Delitzsch Caralux aus Lemsel setzt seit 20 Jahren auf innovative Technik
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00:18 22.05.2017
Digital Signage (digitale Beschilderung) ist ein Aushängeschild in der breiten Produktpalette des von Gerd Martin geführten Unternehmens Caralux. Quelle: Wolfgang Sens
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Lemsel

„Ich hoffe, es bleibt auch fern, das mal eine kritische Phase kommt“, sagt Gerd Martin. Er ist Geschäftsführer der Firma Caralux, die jetzt auf 20 Jahre stetiges Wachstum blicken kann. Dabei verortet sich der LVZ-Wirtschaftspreisträger (2011) auf einem Markt, der auf Zukunftstechnologie setzt, die sich auch hätte nicht durchsetzen können. Angefangen hat alles mit Neontechnik, noch durch die Glasbläserei. „Das gibt es immer noch, aber nur noch in ganz kleinem Stil“, sagt Martin. Ein Glasbläser, der kleinere Anlagen und Reparaturen fertigt, gehört am Standort in Lemsel immer noch zum Team. Ein Zeichen der Zeit, da diese Technik mittlerweile veraltet ist: „Leider“, sagt Gerd Martin. Der 45-Jährige lernte selbst noch den Beruf, der damals „Glasapparatebläser mit Spezialisierungsrichtung Neontechnik“ hieß. Durch reinen Zufall sei er zu diesem gekommen. Nicht aber zur eigenen Firma. Er wollte schon immer selbstständig sein.

Seit 1997 im Geschäft

Vor zwanzig Jahren erfüllte er sich diesen Wunsch, mit einem Kollegen als weiteren Gesellschafter. Zunächst im Einfamilienhaus, später wurde ein Betriebsgelände im Ort erworben und immer mehr erweitert. Das ehemalige Rittergut in Lemsel profitierte davon. Hallen wurden angebaut, Firmen zugekauft, die Scheune saniert. Produktionsstandorte wie in Ilmenau folgten, aber auch der stetige Ausbau des Standorts in Lemsel. Eine Cafeteria steht dort bald den über 40 Mitarbeiter zur Verfügung, in bunten Farben, die zur eigenwilligen Mischung zwischen alt und hochmodern auf dem Gelände passt. Mit den Tochterfirmen gehören über 80 Mitarbeiter inzwischen zum weiteren Betrieb.

Zu dessen Sortiment gehören Lichtwerbeanlagen in allen Facetten. Beleuchtete oder unbeleuchtete LED-Buchstaben, Großwerbeanlagen oder die neuen Digital Signage-Geräte. Das sind moderne LCD / LED Displays (wieder-)bespielbare, interaktive Werbeflächen, die anders als der heimische Fernseher 24 Stunden im Betrieb sein können. Daneben hat sich die Firma auf allgemeine Beleuchtung oder auch auf Sonderanfertigungen, die die Billigkonkurrenz aus dem Ausland nicht liefert, spezialisiert. Zu den Kunden zählen Marktgrößen der Mineralölbranche, deren Tankstellen und Shops Caralux ausstattet.

LED als Kerngeschäft

Das Setzen auf digitale Technik und Leuchtdioden (LED) im Kerngeschäft erwies sich als goldrichtig. „Das war eine gute Entscheidung“, sagt Martin, aber auch: „sie hätte auch schief gehen können. Gewinnen und Verlieren liegen eben nah beieinander.“ 2006 kauften sie die ersten Automaten für die Bestückung und investierten in die neue Technik, die sie als erste, richtige Alternative zu normalen Leuchtmitteln erkannt hatten. Seit anderthalb Jahren setzt man umso mehr auf diese durch die digitalen LED-Werbeflächen: eine ganze Serie dieser Geräte produziert Caralux in Deutschland. „Wir haben immer den Markt ein bisschen beobachtet, wenn es Entwicklungen gab, interessierten wir uns dafür“, sagt Martin.

Blick für Innovationen bewahrt

Diesen Blick hat sich die Firma auch im 20. Jahr ihres Bestehens bewahrt. Das neueste Projekt, auf das Martin und seine Mitarbeiter setzen, sind Intelligente Ladesäulen. Jeder rede zwar von Elektromobilität, Caralux entwickelt bereits an dieser. Genauer, an „intelligenten Systemen“, wie Martin sie beschreibt, „die die in den Städten knappe Ressource Strom für Schnellladungen bereit stellen.“ Mit anderen Firmen, aber auch Universitäten vernetzt sich Caralux derzeit, um diesen Spagat zwischen dem schnellen Laden und dezentral gespeicherter Energie zu erforschen und zu entwickeln. „In den Innenstädten wird es derzeit nicht funktionieren, tausende von Ladesäulen aufzustellen, dann kollabiert das ganze System.“

Von Manuel Niemann

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