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Delitzsch Caritas Trägergesellschaft erneut zertifiziert
Region Delitzsch Caritas Trägergesellschaft erneut zertifiziert
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00:29 30.03.2018
Im Caritas-Altenpflegeheim St.Maria am Rosenthal in Delitzsch wird bei den Angestellten auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geachtete. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Delitzsch

Die Caritas-Trägergesellschaft St. Maria gGmbH (ctm), sie betreibt auch das Delitzscher Altenpflegeheim St. Maria in der Hainstraße, wurde erneut als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert und bekommt im Juni dieses Jahres die entsprechende Auszeichnung. Bereits 2015 konnte die Caritas Trägergesellschaft das Zertifikat „audit berufundfamilie“ erhalten.

Familie ist nicht nur Mutter, Vater, Kind

„Für uns ist Familie dort, wo Mitarbeiter für die ihnen Nahestehenden Sorge tragen und sich mit ihnen verbunden fühlen“, sagte Nancy Teltz, Personalreferentin in der Trägergesellschaft. Sie und ihr Team sind sich bereits beim ersten Treffen damals schnell einig gewesen, dass Familie nicht nur für das Modell Mutter, Vater, Kind gilt. Es sei deshalb wichtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neben ihrem Beruf auch ein erfülltes Familienleben haben. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei deshalb „extrem wichtig“. Dass dieses Thema bereits bei den Bewerbungsgesprächen eine sehr wichtige Rolle spiele, habe auch damit etwas zu tun, dass sich die Caritas auch weiterhin als „ein attraktiver Arbeitgeber präsentieren“ will.

Frühzeitige Dienstplanung

Im Zertifizierungsverfahren werden unter anderem die Handlungsfelder Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, aber auch die Personalentwicklung sowie der Service für die Familien untersucht. „Für jeden dieser Punkte sind vor zweieinhalb Jahren Ziele und Maßnahmen festgelegt worden, die wir mit Leben erfüllen“, teilte die Personalreferentin mit.

Vor allem das Thema Arbeitszeit spiele dort, wo viel in Schichten und an Feiertagen gearbeitet wird, eine zentrale Rolle. Einiges habe verbessert werden können. So wurde eine frühzeitige und verbindliche Regelung der Dienstplanung eingeführt. „Inzwischen weiß jeder Mitarbeiter bis zum 20. des Monats, wann und wie lange er oder sie arbeiten muss“, erklärte Nancy Teltz.

Arbeitszeitmodelle

Zudem gebe es Arbeitszeitmodelle, die sich an den individuellen Lebensumständen der Mitarbeiter orientieren. „Wer Kinder hat oder Angehörige pflegt, muss seinen Dienst darauf abstimmen können“, betonte die ctm-Mitarbeiterin. Hauptprämisse sei jedoch, dass die Bewohner in den Einrichtungen rund um die Uhr bestens versorgt sind. Die Führungskräfte würden deshalb besonders geschult, um mit den Mitarbeitern die Arbeitszeiten zu besprechen und auch Verständnis füreinander zu erzeugen.

Springer-Pool hilft bei Ausfällen

Als sehr gefragtes Modell habe sich die Schaffung eines Pool von 15 Springern erwiesen. Die sechsmonatige Testphase habe bereits gezeigt, dass es von den Mitarbeitern angenommen werde und für die Einrichtungen Erleichterungen schafft. „Im Delitzscher Altenheim sorgen derzeit zwei Springer für eine Absicherung bei Ausfällen“, teilte die Referentin mit. Für die Springer ergebe sich dadurch die Chance des flexiblen Einsatzes.

Nancy Teltz stellte im Zuge der Untersuchungen zudem fest, dass dringend an der Kommunikation im Unternehmen gearbeitet werden müsse. Interne Informationen weiterzugeben, sei auf Grund des Schichtdienstes schwierig. „Die Angebote für unsere Mitarbeiter sollten jedoch alle erreichen“, hieß es.

Gut angelaufen sei das Modell der Zeitwertkonten, die zum Beispiel den vorzeitigen Übergang in den Ruhestand unterstützen. Auch die Gesundheitsfürsorge spiele eine große Rolle. Gesundheitsbeauftragte in den Einrichtungen sorgen für passende Angebote wie beispielsweise eine Rückenschule oder Ernährungsberatung.

Von Ditmar Wohlgemuth

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