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Delitzsch Christel Moltrecht klärt über exotische Gewächse im Delitzscher Park auf
Region Delitzsch Christel Moltrecht klärt über exotische Gewächse im Delitzscher Park auf
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14:08 12.06.2016
Christel Moltrecht (l.) zeigt die bekannten Fächerblätter des Ginkgos und erklärt die Besonderheiten des Baumes mit enormer Lebenskraft. Quelle: jacbschaf zuechtertreffen
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Delitzsch

Den Zugang zur Natur findet man nicht selten an Orten, die Erholung bieten. Der Delitzscher Stadtpark ist für viele in der Loberstadt eine Oase der Ruhe schlechthin, jedoch bei näherem hinsehen auch ein Park voller Besonderheiten. Den Blick hier für schärfte am Samstagvormittag Diplom-Biologin Christel Moltrecht vom Naturschutzbund (Nabu). Zahlreiche Interessenten wanderten mit ihr durch die verschlungenen Wege der städtischen Parkanlage. Im Mittelpunkt der Führung standen außergewöhnliche und exotische Gewächse, die schon seit Ende des Neunzehnten Jahrhunderts das Areal zieren.

Christel Moltrecht erklärt die botanischen Raritäten des Parks in Delitzsch

So begannen die Wanderer am Fächerblattbaum und die Biologin erklärte: „Der Ginkgo gehört zu den uralten Bäumen, die eine enorme Lebenskraft besitzen und in Asien beheimatet sind.“ Doch nicht nur Bäume gerieten ins Visier der rüstigen Senioren. Auch an Sträucher wie Holunder und an dem Pfeifenstrauch machte die Gruppe halt, um Wissenswertes auszutauschen und Bestimmungsmerkmale an Hand der Blätteranordnung zu verdeutlichen. Für ausgewählte Farbakzente ist die Blutbuche der ideale Baum der zur hellgrünen Sumpfzypresse einen Kontrast bildet, erfährt der Zuhörer vor Ort. An knorrig bis zart anmutende Gewächse wandelte die Gesellschaft am Heiligbrunnen und der Genesung vorbei, bevor es weiter ging vorbei an Exoten wie dem Lederhülsenbaum, der uralten Platane, Maulbeerbaum und einer wenig bekannten schlitzblättrigen Erle.

Letztere ist äußert selten und kaum in anderen Parkanlagen zu finden. Auch Ingrid Sens staunt über die Vielfalt: „Wir sind Naturliebhaber und staunen was sich hier im Stadtpark alles tut.“, erklärt sie sich. Gut hundert Minuten sind inzwischen vergangen und die Besucher stehen vor einem riesigen blühenden Tulpenbaum. Während Barbara Walz die imposanten Gebilde beschaut resümiert sie wohlwollend: „Christel Moltrecht hat uns sehr verbindliche, verständlich und kostenlos heute hier geführt.“ Beim letzten Exemplar kam die Gruppe gerade zur richtigen Zeit, denn das nordamerikanische Gehölz blüht jetzt. „Gepflanzt wurde es von dem Stadtgärtner Artur Kampf.“ lässt die Botanikerin wissen, bevor sie sich von ihren dankbaren Gästen verabschiedet.

Von Anke Herold

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