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Concodia Delitzsch unterliegt Ertsligist Magdeburg

Concodia Delitzsch unterliegt Ertsligist Magdeburg

Trainer Uwe Jungandreas ersetzte in den Schlussminuten den Torwart durch einen siebten Feldspieler, die Anzeigetafel „vergaß" zumindest vorübergehend einen Treffer der Gäste - es nutzte alles nichts.

Delitzsch. Concordia Delitzsch verlor am Dienstagabend ein Testspiel in der Artur-Becker-Halle gegen Bundesligist SC Magdeburg mit 29:34 (14:19). Dabei verzichteten die Bördeländer auf einige Stars, wie Nationalspieler Christoph Theuerkauf oder Bartosz Jurecki. Jungandreas war nach dem Abpfiff dennoch nicht unzufrieden mit seinen Schützlingen, jedenfalls was den zweiten Spielabschnitt betrifft: „Da haben wir aggressiv verteidigt und im Spiel nach vorne weniger leichte Fehler gemacht." In den ersten 30 Minuten jedoch sah es zwischenzeitlich nach einem Debakel für die Concorden aus. Nach recht ordentlichem Beginn verloren die Hausherren völlig den Faden, lagen nach einer viertel Stunde mit 5:10 zurück. Auch die anschließende Auszeit vermochte die Mannschaft nicht wachzurütteln. Besonders die bärenstarken Rückraumschützen der Gäste, um den Toptorschützen der Partie Andreas Rojewski (neun Treffer) bekam die Defensive nicht in den Griff. Magdeburg zog auf 14:7 davon. Jungandreas versuchte sein Team von der Bank aus zu führen, forderte lautstark „mehr Bewegung in der Abwehr" und „ihr müsst das Spiel unterbrechen, sonst geht nichts". Kurz vor der Halbzeitpause schienen seine Worte zu fruchten, begünstigt durch einige Magdeburger Lässigkeiten. Die Gladiators vertändelten mehrere Bälle leichtfertig und brachten Concordia wieder ins Spiel. Nach einer halben Stunde verkürzten die Loberstädter den Rückstand auf fünf Tore, doch es sollte noch besser kommen. Im zweiten Spielabschnitt holte Delitzsch Tor um Tor auf, was sicher auch daran lag, dass die Gäste durchwechselten, um einige Ergänzungsspieler zu testen. Coach Sven Liesegang haderte hinterher trotzdem mit seinem Team. „Wir waren teilweise sehr undiszipliniert, es fehlte die Struktur. Zudem haben wir viele Tore über die zweite Welle kassiert, das darf nicht passieren." Auch die 250 Zuschauer trauten wohl ihren Augen kaum. Erst recht als Uwe Jungandreas sechs Minuten vor Schluss beim Stand von 26:27 Keeper Sebastian Bliß vom Platz nahm und Martin Hummel als siebten Feldspieler brachte. Und tatsächlich: In Überzahl traf der Slowake zum umjubelten Ausgleich. Jetzt tauten auch die Fans endlich auf. Sie spürten, dass die Sensation gegen den ehemaligen Deutschen Meister in der Luft lag. Doch die Bördeländer ließen sich nur kurz irritieren, gingen mit dem nächsten Angriff wieder in Führung. Concordia setzte nun bis zum Schlusspfiff bei Ballbesitz auf die Variante mit dem siebten Feldspieler, fand aber kaum mehr eine Lücke in der SCM-Defensive und kassierte einige Treffer in den verwaisten Kasten. Als dann auch noch der bärenstarke Cristian Telehuz eine zwei Minuten Strafe kassierte, war die Partie endgültig gelaufen. „Das Ergebnis ist heute nicht so wichtig. Wir wollten sehen, wie unsere Abwehr sich gegen eine solch starke Mannschaft schlägt. Das haben wir phasenweise wirklich gut gemacht", sagte Jungandreas anschließend. Wer weiß wie die Begegnung gelaufen wäre, hätte Ulrich Streitenberger nicht drei seiner fünf Siebenmeter verworfen. Von derartigen Konjunktiven aber scheint Jungandreas nicht viel zu halten: „In der Hinrunde haben wir den Schützen so oft gewechselt und auch ständig verworfen, jetzt bleiben wir bei einem." Concordia Delitzsch mit: Pulay, Bliß, Meiner 4, Müller, Akatsuka, Streitenberger 3/2, Hummel 6, Baumgärtel 1, Oehlrich 3, Warmuth 2, Boese 3, Jacob 4, Riehn 1, Seitle, Pietzsch, Telehuz 2

Johannes David

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