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Delitzsch Concordia Delitzsch bittet Stadt um Geld
Region Delitzsch Concordia Delitzsch bittet Stadt um Geld
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00:00 27.05.2010
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. Wichtigster Punkt: 300 000 Euro für offene Verbindlichkeiten müssen her und die Wirtschaftlichkeit für die

2. Handball-Bundesliga nachgewiesen werden. Im Delitzscher Stadtrat soll es nach Informationen dieser Zeitung dazu heute einen Antrag geben. 

Das Thema Bürgschaft dürfte dabei abgehakt sein. Denn die Abgeordneten des Delitzscher Stadtrates entschieden sich bereits am 29. April mit 15:12 Stimmen gegen eine Bürgschaft für Handballzweitligist Concordia Delitzsch. Die Stadt sollte damals einen Kredit in Höhe von 250 000 Euro absichern. Nach sächsischem Kommunalrecht darf ein Stadtrat erst nach einem halben Jahr das selbe Thema wieder behandeln. Es sei denn, es liegen grundlegend neue Tatsachen oder eine neue Rechtslage vor.

Vier wesentliche Punkte müssen erfüllt sein, bevor eine Kommune bürgen darf: 1. Mit der Bürgschaft müssen öffentliche Aufgaben einer Stadt erfüllt werden. 2. Der Schuldner muss kreditwürdig sein. 3. Die eigene Leistungsfähigkeit der Stadt darf mit der Bürgschaft nicht gefährdet werden. 4. Die Rechtsaufsichtsbehörde, das Landratsamt, muss die Bürgschaft genehmigen. Aus dem Landratsamt war zu erfahren, dass es einem entsprechenden Bürgschaftsantrag als Rechtsaufsichtsbehörde zustimmen würde. 

Nach Informationen dieser Zeitung soll es heute einen Antrag aus den Fraktionen heraus geben. Concordia hat die nächste Stufe gezündet und bittet die Stadt Delitzsch um ein Darlehen. Das bestätigte gestern Präsidentin Christine Borrmann: „Wir wollen die Stadt bitten, uns ein Darlehen in Höhe von 300 000 Euro zu gewähren. Für die Sicherheit bürgen mehrere Privatpersonen. Die Bürgschaften sind auch im Ernstfall regulierbar. Die Stadt kann ein Zeichen setzen und zeigen, dass sie hinter dem Verein steht. Das wäre natürlich auch für die Handbll-Bundesliga, die unseren Einspruch bearbeitet, den wir inzwischen eingelegt haben, ein wichtiges Signal. Ich hoffe, dass sich die Stadträte positiv positionieren". 

Ein Darlehen wäre ein neuer Sachverhalt, über den entschieden werden dürfte, wenn ein entsprechender Antrag eingebracht werden würde. Dazu wären jeder Abgeordnete und auch der Oberbürgermeister berechtigt. Manfred Wilde äußerte gestern auf Anfrage der Kreiszeitung: „Die Kreditwürdigkeit des Vereins ist der Stadt gegenüber nicht nachgewiesen. Wenn wir öffentliche Gelder zur Verfügung stellen, heißt das auch, dass wir sie für Schulen oder Kindereinrichtungen nicht mehr zur Verfügung haben. Unser Geld ist für öffentliche Aufgaben verplant, die erfüllt werden müssen", so der OBM. Delitzsch plant unter anderem den Neubau einer Schulsporthalle und die Sanierung seiner Kindereinrichtungen. Sollte das Thema heute per Antrag auf der Tagesordnung landen, würde es in nicht öffentlicher Sitzung behandelt werden.

Frank Pfütze

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