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Concordia Delitzsch findet erst spät die eigene Linie

Concordia Delitzsch findet erst spät die eigene Linie

So eindeutig, wie das Ergebnis am Ende, war der Spielverlauf wahrlich nicht. In der zweiten Handball-Bundesliga gewann Concordia Delitzsch vor 850 Zuschauern im Kultur- und Sportzentrum das neunte Heimspiel der Saison gegen Tusem Essen mit 32:25 (15:14) Toren.

Delitzsch. Eine sportlich faire Geste, die Respekt verdient. Nach dem Abpfiff der spannenden Partie gratulierte Kristof Szargiej vor allen anderen Uwe Jungandreas „zum verdienten Sieg“. Weniger sympatisch war die Begrüßung des Delitzscher Trainers durch die Fans im Foyer der Halle zur Pressekonferenz. Nur zwei, drei zollten spärlich Beifall für den Sieg. Unverständlich angesichts des Erfolges, auch wenn es nicht in jeder Phase des Spiels Handball vom Feinsten war.  

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Delitzsch. So eindeutig, wie das Ergebnis am Ende, war der Spielverlauf wahrlich nicht. In der zweiten Handball-Bundesliga gewann Concordia Delitzsch vor 850 Zuschauern im Kultur- und Sportzentrum das neunte Heimspiel der Saison gegen Tusem Essen mit 32:25 (15:14) Toren.

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  Die Begegnung begann alles andere als erwartet. Vom gestärkten Selbstvertrauen – die Test- und Vorbereitungsspiel in der EM-Pause verliefen vielversprechend – war zunächst wenig zu merken. Zwei Ballverluste nutzte der Rechtsaußen Richard Wöss zu zwei Gegenstößen und schon lag Concordia 0:2 zurück. Die Wende schien beim 5:5-Ausgleich (7. Minute) eingeleitet, als Delitzschs Torwart Gabor Pulay einen Strafwurf hielt und Martin Hummel den sechsten Treffer für die Gastgeber markierte. Doch weit gefehlt. Zwei Minuten später glich Tusem aus. Concordias Siebenmeter-Schütze vom Dienst, Ulrich Streitenberger, verwandelte den ersten von sechs Strafwürfen sicher. Zwischenzeitlich zogen die Gäste bis auf 14:9 davon. Gründe gab es genug: Pulay bekam leider kaum einen Ball zu fassen, das neue Abwehrsystem erwies sich als noch nicht so sicher und im Angriff scheiterte Concordia mit dem Essener 6-0-Abwehrriegel. Sebastian Bliß wechselte in den Kasten. Fortan lief es besser. Zur Halbzeit hatten die Gastgeber den Rückstand wettgemacht. Die 15:14-Führung durch Hummel ging mit in die Pause. Für Szargiej haben die Routiniers in den Delitzscher Reihen die Partie gewonnen und seine „Jungs ruhiggestellt“. Auch im zweiten Teil lief es anfangs nicht viel besser bei Concordia. Jungandreas forderte mehr Bewegung in der Abwehr und mehr Handballspiel im Angriff. Unablässig tigerte der Coach im Mannschaftsbereich hin und her. Erstmals erleichtert durchatmen sah man ihn in der 50. Minute, als sich beim 29:23 ein solider Vorsprung abzeichnete. Doch bis dahin litt er und wollte die Undiszipliniertheiten seiner Jungs nicht hinnehmen. Die wiederum haderten mit sich selbst, wie die Blicke verrieten. Leichtfertig und übermütig wurden Chancen vergeben und Tusem wieder ins Spiel geholt. In der 45. Minute verloren die Gäste ihre Linie, die Delitzscher fanden sie zunehmend. Beim 21:20 erkämpfte sich Daniel Warmuth die Kugel und schloss den Konter erfolgreich ab. Bliß hielt bis dahin einen Siebenmeter, pariert mehrere Bälle und bot eine „sehr, sehr ordentliche Leistung und hat einen entscheidenden Anteil am Sieg gehabt“, wie Jungandreas später feststellte. Zeitstrafen häuften sich in der Schlussphase. In doppelter Unterzahl kamen die Nordsachsen sogar zum Erfolg – 24:21. Sascha Meiner markierte mit einem bei ihm eher selten gesehenen Sprungwurf Treffer Nummer 26. Essen dezimierte sich ebenso durch Zwei-Minuten-Strafen, überstand die Zeit allerdings nicht so gut. Gleich drei Tore kassierten sie. Jan Kulhanek zwischen den Tusem-Pfosten hatte auch beim letzten Strafwurf – diesmal blieb er auf der Linie – gegen Streitenberger keine Chance. Der Schlusspfiff der Schiris ging im Jubel der Zuschauer unter. Ex-Concorde Wladimir Maltsev, wiedermal in Delitzsch, avancierte sozusagen als Glücksbringer. Denn dass er seinen ehemaligen Teamkollegen besonders kraftvoll die Daumen gedrückt hatte, davon ist auf jeden Fall auszugehen. Concordia Delitzsch: Pulay, Bliß, Meiner (2), Streitenberger(6/6), Hummel (8), Baumgärtel (4), Oehlrich (4), Warmuth (3), Boese (2), Jacob, Riehn (3), Pietzsch, Telehuz; Siebenmeter: Delitzsch 6/6, Essen 4/2; Zeitstrafen: Delitzsch 4, Essen 8 (Rot für Phillip Pöter).

Ditmar Wohlgemuth

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