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Concordia Delitzsch gibt auf - Jungandreas: "Wir gehen morgen zum Arbeitsamt"

Concordia Delitzsch gibt auf - Jungandreas: "Wir gehen morgen zum Arbeitsamt"

Die Profimannschaft des 1. SV Concordia Delitzsch 1910 gibt es nicht mehr. Die Spieler melden sich am Freitag arbeitslos. Sämtliche Versuche, den Delitzscher Bundesliga-Handball zu retten, blieben damit erfolglos.

Delitzsch.  

Am Donnerstagabend trafen sich Vertreter des Vereins und der vorläufige Insolvenzverwalter Volkhard Frenzel zu einer Art Auswertung des Ist-Zustandes. Nähere Einzelheiten wurden nicht bekannt. Das Ergebnis der Beratung ist laut Informationen dieser Zeitung dennoch niederschmetternd: Concordia ist nicht mehr zu retten, das Loch war zu groß und eine Fortführung des Profi-Handball-Sports ist in Delitzsch nicht mehr möglich. Inzwischen wird von Altverbindlichkeiten in Höhe von 800.000 Euro gesprochen.

Die Vorzeichen standen schon seit Wochen schlecht. Die Lizenz gab es erst nach mehreren Anläufen mit strengen Auflagen. Die Spieler warten noch immer auf die Gehälter von April, Mai und Juni. Für den Juli wurde ein Abschlag gezahlt. Vor wenigen Tagen hatten bereits alle Spieler Kündigungen unterzeichnet – Sebastian Bliß, Thomas Oehlrich und Ulrich Streitenberger halten sie bis heute aufrecht. Die Leistungsträger wie Martin Hummel und Till Riehn haben noch keine neuen Verträge. Das Trainingslager am Rabenberg konnte nur mit einer überschaubaren Truppe durchgeführt werden. Am Mittwoch trat Präsidentin Christine Borrmann zurück, nach massivem Druck aus der Mannschaft.

Morgen sollte Concordia zum nächsten Vorbereitungsspiel den HSC Coburg empfangen. Auf der Internetseite des Vereins wurde am Donnerstag die Nachricht verbreitet, dass das Spiel ausfällt. Angekündigt sind jedoch die nächsten Test-Spiele in der kommenden Woche gegen Dessau-Roßlau (Mittwoch) und Potsdam (Sonnabend). Dazu wird es nun nicht mehr kommen. Donnerstagnachmittag erreichte die LVZ Trainer Uwe Jungandreas, um ihn nach den Gründen des Spielausfalls am Sonnabend zu befragen. „Es fallen in Zukunft alle Partien aus. Wir gehen morgen zum Arbeitsamt. Es gibt keine Rettung mehr. Die neuen Leute haben alles versucht, leider ohne Erfolg.“

Frank Pfütze/Johannes David

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